FVMI: Vor der Fahrt ins Ausland zu Hause tanken

Österreich hat im Vergleich zu den Nachbarländern meist die günstigsten Kraftstoffpreise

Wien (OTS) - Die internationalen Produktenpreise insbesondere für Benzin sind seit Jahreswechsel weltweit ansteigend, die Tendenz bei den österreichischen Tankstellenpreisen stellt hier keine Ausnahme dar. Die Preisentwicklung auf den Ölmärkten ist jedoch vorwiegend die Reaktion auf weltweite Ereignisse, wie die seit Wochen schwelenden Spannungen im Nahen Osten. Die bevorstehenden Osterfeiertage haben mit dieser Entwicklung nichts zu tun. Der Fachverband empfiehlt - wie auch die Autofahrer-Clubs - vor der Fahrt in den Osterurlaub noch in Österreich zu tanken, da die heimischen Kraftstoffpreise im Vergleich zu den Nachbarländern nach wie vor günstig sind.

Die Mineralölunternehmen können sich am kleinen österreichischen Kraftstoffmarkt, der überwiegend von Importen abhängig ist, nicht vom internationalen Marktgeschehen abkoppeln. Trotzdem bewegen sich die österreichischen Kraftstoffpreise konstant unter dem EU-Durchschnitt. So lagen zu Beginn dieser Woche Benzin um 16,5 Cent pro Liter und Diesel um 7,9 Cent pro Liter unter dem EU-Durchschnitt. Auch im Vergleich mit den meisten Nachbarländern punktet Österreich mit niedrigen Preisen: In Deutschland kostet Benzin um durchschnittlich 20 Cent pro Liter mehr als in Österreich, in Italien sogar um 34 Cent pro Liter. Auch Diesel kommt bei den Nachbarn teurer, in Ungarn um 8 Cent pro Liter, in Deutschland um 9 Cent pro Liter und in Italien um 29 Cent pro Liter.

Internationale Preisentwicklung und harter Wettbewerb

Generell hängen Österreichs Kraftstoffpreise eng mit der internationalen Preisentwicklung zusammen. Die Unternehmen müssen zu tagesaktuellen Preisen einkaufen und diese Preissteigerungen auch weitergegeben, um kostendeckend arbeiten zu können. Dennoch sind der harte Wettbewerb am Tankstellenmarkt und die damit verbundenen geringen und betriebswirtschaftlich bedenklichen Tankstellenmargen für die relativ niedrigen heimischen Kraftstoffpreise mitentscheidend. Laut Veröffentlichung des britischen Beratungsunternehmens Wood Mackenzie über Vergleiche von 16 europäischen Ländern lag Österreich 2011 bei Diesel auf Platz 13 und bei Benzin auf Platz 14. "Geringe Margen und ein harter Verdrängungswettbewerb tragen dazu bei, dass das Tanken in Österreich meist günstiger ist als in den angrenzenden Nachbarländern", so Dr. Christoph Capek, Geschäftsführer des Fachverbands der Mineralölindustrie.

Über den FVMI

Der Fachverband der Mineralölindustrie (FVMI) ist eine bundesweite Fachorganisation im Bereich der Wirtschaftskammer Österreich und als gesetzliche Interessenvertretung Bindeglied zwischen Wirtschaft und Öffentlichkeit. Mitglieder sind österreichische Unternehmen, die Rohöl aufsuchen und fördern (upstream), in Pipelines transportieren (midstream) und in eigenen oder konzernverbundenen Raffinerien verarbeiten sowie Mineralölprodukte vertreiben (downstream).

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