AK begrüßt europaweite Mobilfunk-Roaming-Regelung, allerdings: "In Drittstaaten gilt weiterhin: Vorsicht vor hohen Kosten!"

Die AK fordert, dass Sperren unabhängig von der Verrechnungsart gültig sind und nicht nur bei Echtzeitverrechnung

Wien (OTS) - Die Arbeiterkammer begrüßt den Kompromiss zwischen dem Europäischen Parlament und dem Ministerrat über neue Regeln für das europaweite Mobilfunk-Roaming. Gabi Zgubic, Leiterin der AK Abteilung für Konsumentenschutz sagt dazu: "Positiv ist vor allem die Ankündigung, dass bessere Kostentransparenz und Preisinformation für Roamingkunden nicht nur innerhalb, sondern auch außerhalb der EU gelten soll. Eine Sperre soll nach letztem Wissenstand aber nur dann erfolgen müssen, wenn die Roamingentgelte in Echtzeit verrechnet werden."

Die AK hatte zuletzt die EU-Parlamentarier um Unterstützung von Schutzmaßnahmen für Handynutzer, die sich außerhalb der EU aufhalten, ersucht. Die AK hat darauf aufmerksam gemacht, dass Mobilfunknutzer bei Aufenthalten in Drittländern außerhalb der Europäischen Union in der Regel mit ganz besonders hohen Datentarifen konfrontiert sind und deshalb auch in dieser Situation akuter Bedarf an Vorrichtungen besteht, die sie beim Datenroaming zuverlässig vor unverhältnismäßig hohen Rechnungen schützen.

Die derzeitige Roaming Verordnung sieht einen derartigen Schutz derzeit nur für den Datenverbrauch innerhalb der EU vor. Die Mobilfunkbetreiber haben demnach über die Erfüllung von Preisinfopflichten hinaus den Handyanschluss zu sperren, sobald ein Kunde Datenvolumen im Gegenwert von 60 Euro (inklusive Mehrwertsteuer) innerhalb der EU verbraucht hat (auf Wunsch des Kunden kann diese Sperre wieder aufgehoben und wei-tergesurft werden).

Die Betreiber sollten aus AK-Sicht künftig auch garantieren, dass KonsumentInnen ihre Gesamtausgaben für Datenroamingdienste auch außerhalb der EU kontrollieren können.
Eine Sperre soll nach letztem Wissenstand aber nur dann erfolgen müssen, wenn die Roamingentgelte in Echtzeit verrechnet werden. Eine wesentliche Einschränkung - weshalb Verbraucher wohl auch künftig beim Surfen außerhalb der EU maximal vorsichtig sein müssen.

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