ÖAMTC/ÄKVÖ-Symposium: Mit Kind und Kegel in den Urlaub (+ Foto)

Tipps und Infos für Fahrt, Flug und Aufenthalt

Wien (OTS) - Heute, Mittwoch, 28. März 2012, fand ein Symposium
von ÖAMTC und ÄKVÖ (Ärztliche Kraftfahrvereinigung Österreichs) zum Thema "Mit Kind und Kegel in den Urlaub" statt. Urlaub gilt weithin als schönste Zeit des Jahres. Doch insbesondere bei Reisen mit Kindern und Haustieren gibt es viel zu bedenken. So benötigen beispielsweise ab 15. Juni 2012 alle Kinder einen eigenen Reisepass. "Miteintragungen im Reisepass der Eltern verlieren ihre Gültigkeit. Der Pass der Eltern bleibt jedoch gültig", informierte ÖAMTC-Juristin Verena Pronebner und riet, rechtzeitig einen Kinderpass zu beantragen.

Die Clubexpertin empfahl reisenden Familien weiters, sich über die Kindersitzbestimmungen des Urlaubslandes zu informieren. In Österreich müssen Kinder unter 14 Jahren und unter einer Körpergröße von 150 cm einen eigenen Kindersitz haben. Innerhalb der EU sind diese Bestimmungen sehr homogen. Im Gegensatz dazu sind die Mitführpflichten in Europa sehr unterschiedlich geregelt. So ist ab 1. Juli 2012 in Frankreich beispielsweise ein Alkohol-Testgerät mitzuführen. "Bei den verschiedenen Regelungen kann man leicht durcheinander kommen. Der ÖAMTC fordert deshalb eine Vereinheitlichung der Mitführpflichten auf EU-Ebene", erklärte die ÖAMTC-Juristin im Rahmen des Symposiums.

Bei der Reiseorganisation ist es außerdem wichtig, sich Gedanken über einen Versicherungsschutz zu machen. "Der ÖAMTC-Schutzbrief etwa bewahrt vor teuren Folgekosten bei Unfall oder Krankheit im Ausland", sagte ÖAMTC-Touristikerin Silvie Bergant. Die Clubexpertin informierte weiters über die richtige Vorgehensweise bei Diebstahl im Urlaub: Sofort bei der örtlichen Polizei Anzeige erstatten. Zurück in der Heimat muss mit der ausländischen Diebstahlsanzeige eine neuerliche Anzeige bei der Polizei erfolgen.

Von den Herausforderungen des Reisens mit Kindern berichtete ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger: "Kinder haben ein anderes Zeitempfinden, sodass schnell Langeweile aufkommt. Zudem wird bei langen Reisen der Schlafrhythmus aus dem Gleichgewicht gebracht. Aggressive Stimmung im Auto kann die Folge sein. Das kann rasch zu gefährlichen Situationen im Straßenverkehr führen." Die Clubexpertin empfahl regelmäßige Bewegungspausen und ein altersgerechtes Beschäftigungsprogramm während der Reise.

Neben angenehmer Stimmung im Auto spielt auch die richtige Gepäck-und Personensicherung eine wichtige Rolle für die Sicherheit auf Reisen. "ÖAMTC-Crashtests zeigen, dass herumliegende Gegenstände bei einem Unfall mit nur 50 km/h das bis zu 50-fache ihrer eigentlichen Masse entwickeln können", erklärte ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl. Schwere Gegenstände sind immer zuerst, möglichst tief und weit vorne an der Rücklehne der Rückbank zu verstauen. Leichtere Gepäckstücke kommen zum Schluss. Abschließend sollte die Ladung mit einem Gepäcknetz gesichert werden. So startet man sicher in den lang ersehnten Familienurlaub.

Holger Sicking von der Österreich Werbung zeigte Reisetrends rund um den Familienurlaub in Österreich auf. Der Veterinärmediziner Michael Leschnik befasste sich mit dem Thema "Reisen mit Haustieren" und informierte über Impfbestimmungen im Ausland. Den Abschluss des Symposiums bildete der Vortrag von Christian Dadak, Facharzt für Frauenheilkunde. Der Mediziner erklärte die Besonderheiten beim Reisen in der Schwangerschaft.

Aviso an die Redaktionen:
Unter www.oeamtc.at/verkehrssicherheit gibt es die Unterlagen folgender Referenten zum Download: Holger Sicking (Tourismusforschung Österreich Werbung), Steffan Kerbl (ÖAMTC-Techniker), Verena Pronebner (ÖAMTC-Juristin), Silvie Bergant (ÖAMTC-Touristikerin), Michael Leschnik (Abteilung für Interne Medizin der Veterinärmedizinischen Universität Wien), Marion Seidenberger (ÖAMTC-Verkehrspsychologin) und Christian Dadak (Facharzt für Frauenheilkunde).

Bildmaterial zu dieser Meldung ist unter www.oeamtc.at/presse verfügbar.

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