Mikl-Leitner: Errichtung des europäischen Cybercrime-Zentrums bei Europol ist richtige Entscheidung

Wien (OTS) - EU-Kommissarin Cecilia Malmström legte am 28. März 2012 die neue Mitteilung zur "Errichtung eines europäischen Cybercrime-Zentrums" vor. Für Österreich besonders erfreulich: Die beiden österreichischen Hauptforderungen werden dabei umgesetzt. Bis 2013 soll das europäische Cybercrime-Zentrum errichtet werden, und es wird - wie von Innenministerin Mag.a Johanna Mikl-Leitner gefordert -bei Europol angesiedelt.

"Das Internet bietet uns heute viele Möglichkeiten. Zugleich entstehen dadurch ernstzunehmende Bedrohungen, gegen die wir uns bestmöglich wappnen müssen", sagte Innenministerin Mag. Johanna Mikl-Leitner. "Der Startschuss für die Errichtung eines europäischen Cybercrime-Zentrums ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Es freut mich, dass dabei alle österreichischen Hauptforderungen umgesetzt werden."

Österreich hatte von Beginn an die Idee zur Errichtung eines europäischen Zentrums zur Bekämpfung der Cyberkriminalität unterstützt. Ziel des Zentrums wird es sein, ab 2013 als "Drehscheibe" zur Koordination aller europäischen Maßnahmen im Kampf gegen Cyberkriminalität zu fungieren. Dabei soll es etwa als "europäischer Kontaktpunkt" zur Informationssammlung dienen, europäisches Know-how zusammenführen, und die EU-Mitgliedstaaten bei Ermittlungen im Kampf gegen Cyberkriminalität unterstützen.

Ein besonderer Schwerpunkt des europäischen Cybercrime-Zentrums soll auf die Bekämpfung von Internetkriminalität durch Gruppen der organisierten Kriminalität (etwa Online-Betrug), sowie gegen Cyberattacken auf kritische Infrastruktur gelegt werden. Ein weiterer Fokus ist Cyberkriminalität, die den Opfern großes Leid zufügt (etwa sexuelle Ausbeutung von Kindern durch das Internet).

"Die Ansiedelung des europäischen Cybercrime Zentrums bei Europol ist die einzig richtige Lösung. Europol ist bereits jetzt - wie auch in ihren Aufgabenbereichen verankert - eine treibende Kraft gegen die Internetkriminalität. Dadurch werden die bestehenden Strukturen bestmöglich genutzt und Synergien forciert", erklärte die Innenministerin. "Wir haben das mehrmals betont und mit unserem Vorschlag bei Kommissarin Malmström offensichtlich Gehör gefunden."

In den nächsten Monaten wird somit auf EU-Ebene eine ähnliche Drehscheibe zur Bekämpfung der Cyberkriminalität aufgebaut, wie sie Österreich mit dem "Cybercrime-Competence-Center" (C4) als zentrale nationale Koordinierungs- und Meldestelle bereits eingerichtet hat. Das Zentrum setzt sich aus technisch und fachlich hochspezialisierten Expertinnen und Experten aus drei Organisationseinheiten des Bundesministerium für Inneres zusammen: Dem Bundeskriminalamt (.BK), dem Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) und dem Bundesamt zur Korruptionsprävention und Korruptionsbekämpfung (BAK).

"Das österreichische Cybercrime-Zentrum und das Pendant auf europäischer Ebene werden in Zukunft Tag und Nacht zusammenarbeiten. Das wird die Sicherheit des Internets nachhaltig stärken", sagte die Innenministerin.

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