Grüne Wien/Hebein Straßenprostitution Leopoldstadt: Verbot ist nur ein Hilfeschrei

Hebein: "Bezirke lassen Leopoldstadt hängen"

Wien (OTS) - Einen Hilfeschrei der SPÖ-Leopoldstadt nach solidarischer Unterstützung der anderen Bezirke für eine Wien-weite Löstung zur Straßenprostitution ortet die Sozialsprecherin der Grünen Wien, Birgit Hebein in dem gestrigen Beschluss des Bezirksparlaments. "Nachdem sich die anderen Wiener Bezirke in Sachen Straßenprostitution bis jetzt aus der Verantwortung stehlen, bleibt der Prater nun als eine der wenigen erlaubten Gebiete übrig", so Hebein.

Das Bezirksparlament der Leopoldstadt hat gestern in einem Antrag ein Verbot des Straßenstrichs gefordert. "Dieser Vorschlag bringt jedoch für den zweiten Bezirk keine Lösung, sondern schafft mehr Probleme. Bezirksvorsteher Kubik sollte mit den anderen Bezirken in Sachen Erlaubniszonen verhandeln, statt das Florianiprinzip weiter voranzutreiben und gemeinsame Sache mit ÖVP und FPÖ zu machen", ergänzt die Klubobfrau der Grünen Leopoldstadt, Uschi Lichtenegger.

"Das Prostitutionsgesetz sollte die Wohngebiete entlasten und gleichzeitig sichere, sozial verträgliche Erlaubniszonen für SexarbeiterInnen schaffen. Straßenprostitution wird es immer geben, rot-grün hat beschlossen, diese nicht in die Illegalität abzudrängen", so Hebein. Es ist bereits jetzt ein Anstieg der Wohnungsprostitution zu befürchten, schon jetzt seien signifikant mehr einschlägige Zeitungsinserate zu beobachten. "Es braucht jetzt rasch eine politische Entscheidung im Sinne aller Beteiligten, der Ball liegt jetzt bei den Bezirken", so Hebein abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Pressereferat, Tel.: (++43-1) 4000 - 81814, presse.wien@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GKR0004