Rübig: Durchbruch bei Handy-Roaming-Verhandlungen

Ende von überhöhten Tarifen für Telefonieren, SMS und Daten im Ausland vereinbart

Brüssel, 28. März 2012 (OTS) "Die EU macht Handy-Telefonieren, SMS und mobiles Internetsurfen im Ausland konsumentenfreundlicher", freut sich der Telekomsprecher
der ÖVP im EU-Parlament, Paul Rübig. Bei Verhandlungen
zwischen EU-Parlament und Ministerrat über die
Regulierung des Telekommarktes ist ein Kompromiss
erreicht worden, der von beiden Gremien noch formal
abgesegnet werden muss. Ab 2014 sollen alle Handy-Kunden
in der EU getrennte Verträge für das Inland und für das
Ausland abschließen können, aber dabei unter einer
einzigen inländischen Nummer erreichbar bleiben. "Dadurch
entsteht mehr Wettbewerb am Roamingmarkt. Die Anbieter
werden sich dann mehr anstrengen müssen, attraktive
Preise anzubieten", erklärt Rübig. Außerdem werden neue Obergrenzen für Sprachtelefonie, Kurznachrichten und Datenkommunikation im Ausland festgelegt. So soll 2014
eine Telefonminute im Ausland für den Endkunden maximal
19 Cent (ausgehende Gespräche) und 5 Cent (eingehende
Gespräche) kosten. Maximum für eine SMS ist 6 Cent, für 1
MB Daten 20 Cent. "Anbieter sollen natürlich noch
günstigere Angebote machen", so Rübig. ****

"Dies ist ein starkes Verhandlungsergebnis des EU-
Parlaments, der Bürgerkammer der EU. Ich hoffe, dass auch
die nationalen Telekomminister im Rat diesem
Verhandlungsergebnis im Sinne der Konsumenten keine
weiteren Steine mehr in den Weg legen", so Rübig. Die
Einigung sieht auch vor, dass die neuen Regeln nicht nur
innerhalb der EU gelten, sondern auch für Konsumenten aus
der EU, die mit Ihrem Smartphone oder Tablet-Computer
außerhalb der EU im Ausland unterwegs sind. Außerdem wird
der Markt weiter für neue Anbieter geöffnet, die keine
eigenen Handy-Netze haben, sondern sich bei bestehenden Netzbetreibern einkaufen.

"Handy-Roaminggebühren sind der letzte verbleibende
Bereich in der EU, wo allein deshalb, weil man eine
Grenze überquert, zusätzlich Kosten in Rechnung gestellt
werden. Das widerspricht dem Grundgedanken der EU. Es
muss so schnell wie möglich Schluss sein mit Tarifen, die
das Internetsurfen mit dem Handy im EU-Ausland bis zu
Tausend mal teurer machen als im Inland", will Rübig. Grenzöffnungen und einheitlicher Binnenmarkt sollten sich
endlich auch auf die Telefon- und Internetrechnung
auswirken.

Rückfragen & Kontakt:

Dr. Paul Rübig, MEP, Tel.: +32-2-284-5749
(paul.ruebig@europarl.europa.eu)
Daniel Köster M.A., EVP-Pressedienst, Tel.: +32-487-
384784 (daniel.koster@europarl.europa.eu)

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NVP0003