Karfreitag-Eishockeyverbot fördert katholische Fundamentalismus

Initiative gegen Kirchenprivileigen prüft Anzeigen

Villach/Wien (OTS) - Als "längst überholt geglaubte Zustände " bezeichnet Niko Am von der Initiative gegen Kirchenprivilegien die Strafandrohung gegen Österreichs Eishockey-Nationalmannschaft. Das Länderspiel gegen Weißrussland wurde am 6.April, dem Karfreitag, angesetzt. Nun riskiert der Eishockey-Verband eine Geldstrafe von 10.000 EUR, weil an jenem katholischen Feiertag ein landesweites Veranstaltungsverbot herrscht. Damit hat Villachs Bürgermeister gedroht. Bei einer Absage besteht jedoch das Risiko, aus dem Bewerb zu fallen, daher will die Mannschaft auf das Spiel nicht verzichten.

Das Spiel soll verboten werden, während andere Veranstaltungen am Karfreitag straflos davonkommen: etwa der Ostermarkt in Villach oder die "Vollmondnacht des Casinos Velden". An den Casinos Austria ist ja bekanntlich die r.k. Kirche beteiligt. "Hier wird mit zweierlei Maß gemessen", kritisiert Niko Alm. Die Initiative gegen Kirchenprivilegien bekräftigt anlässlich dieser unfairen und mittelalterlichen Maßregelung des österreichischen Nationalsports ihre Forderung nach einer sauberen Trennung zwischen Staat und Kirche. "Wieso müssen sich die KärntnerInnen an das Veranstaltungsverbot halten, auch wenn sie sich längst nicht mehr für das katholische Karfreitagsbrauchtum interessieren?" wundert sich Niko Alm.

Die Initiative gegen Kirchenprivilegien prüft nun Anzeigen gegen religiöse Veranstaltungen in Villach. Denn die Kärntner Landesgesetze verbietet an diesen Tagen auch "Experimente auf dem Gebiet der Hypnose oder der Suggestion. Zweifelsohne sind dann auch kirchliche Veranstalungen von diesem Verbot betroffen, denn es ist nicht ausgeschlossen, dass bei Karfreitagsprozession hypnotische Zustände herbeigeführt werden können", erklärt Niko Alm.

www.kirchen-privilegien.at

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