Finanztransaktionssteuer: Kirche für "umfassende Lösung"

Brief von Bischof Ludwig Schwarz an Finanzministerin Fekter

Wien, 28.03.12 (KAP) Die katholische Kirche hat sich erneut klar für eine rasche und umfassende Einführung einer europaweiten Finanztransaktionssteuer ausgesprochen. Das geht aus einem von Bischof Ludwig Schwarz und Vertretern von kirchlichen Entwicklungshilfeorganisationen unterzeichneten Brief an Finanzministerin Maria Fekter hervor. "Es braucht eine umfassende Finanztransaktionssteuer, die allen Handel auf dem Spot- und Derivatmarkt einschließt", heißt es in dem "Kathpress" vorliegenden Schreiben mit Bezug auf die aktuelle Diskussion. "Eine Rumpfvariante (z.B. Börsenumsatzsteuer) zum Stopfen heimischer Budgetlöcher wäre eine vertane Chance", halten der Linzer Bischof und die Mitunterzeichner fest.

Durch eine umfassende Finanztransaktionssteuer gelänge es "kurzfristige hochspekulative Transaktionen einzudämmen und Ausweichreaktionen auf andere Finanzprodukte hintanzuhalten und somit zu einer Stabilisierung der Finanzmärkte beizutragen". Mit einer umfassenden Lösung für die geplante Steuer wäre auch die erwartete Höhe der Einnahmen zu erzielen. "In Zeiten der Budgetkürzungen wäre dies eine Möglichkeit, die Versprechen der Armutsbekämpfung im In- und Ausland und der Finanzierung von Klimaschutzmaßnahmen einzuhalten", schreiben die kirchlichen Organisationen.

Das bisherige Engagement von Finanzministerin Maria Fekter in dieser Thematik wird in dem Brief ausdrücklich begrüßt. Die Finanzministerin wird daher ersucht, "sich im Sinne der Bevölkerung, die in Österreich wie in der EU mit großer Mehrheit hinter der Finanztransaktionssteuer steht, weiterhin für diese umfassende Lösung einzusetzen und dazu aktiv Kooperationen zu suchen und Überzeugungsarbeit zu leisten."

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