LR Dobernig: Prostitution wird in Kärnten in Zukunft besteuert!

Entsprechender Regelungsentwurf ist bereits in Ausarbeitung

Klagenfurt (OTS) - Wie Finanzlandesrat Harald Dobernig (FPK)
heute, Mittwoch, bekannt gibt, ist die Besteuerung der Prostitution in Kärnten mit einer eigenen Landesabgabe geplant. Ein entsprechender Regelungsentwurf sei bereits in Ausarbeitung. "Wir wollen die Ausübung der Prostitution in Kärnten besteuern, da es eine derartige Abgabe bisher nicht gibt. Geht man von den Beträgen aus, die von Kunden bezahlt werden, ist eine Besteuerung jedenfalls gerechtfertigt und notwendig. Nachdem SPÖ-Frauenreferentin Prettner den gestrigen Vorstoß des Landeshauptmannes gegen die Prostitution brüsk zurückgewiesen hat, sorgen wir mit dieser Initiative zumindest für mehr Einnahmen im Landeshaushalt", so Dobernig.

Abgabenschuldner soll der sein, der aus der Ausübung der Prostitution in Kärnten Nutzen zieht. Dies wäre der Bordellbetreiber für angestellte Prostituierte oder die selbständige Prostituierte in Bordellen. Nach Erhebungen der Dienststelle für Landesabgaben kann aktuell in Kärnten im Jahresdurchschnitt von rund 360 registrierten Prostituierten ausgegangen werden. Wie viele Personen außerhalb der Bordelle die Prostitution im Rahmen der Straßen- und Wohnungsprostitution ausüben, konnte aufgrund fehlender Daten nicht erhoben werden. Auch diese illegale Prostitution soll der Besteuerung und einer entsprechenden Bestrafung unterliegen.

"Wir rechnen bei der derzeitigen Zahl der Prostituierten mit Einnahmen von rund 430.000 Euro im Jahr aus der legalen Prostitution", erklärt der Finanzreferent. Eine gleichartige Besteuerung gebe es bisher in keinem anderen Bundesland.

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