Köstinger: Marktnachteile für landwirtschaftliche Unternehmer ausgleichen

Agrarausschuss im EU-Parlament debattiert die Instrumente der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik

Brüssel, 28. März 2012 (OTS) "Die Landwirtschaft
braucht nach 2013 verlässliche Rahmenbedingungen und
Instrumente, um die Preissituation stabil zu halten",
fordert Elisabeth Köstinger, ÖVP-Agrarsprecherin im EU-
Parlament, in der gestrigen Debatte des
Landwirtschaftsausschusses über die Gesetzesvorschläge
zur EU-Agrarpolitik (GAP) nach 2013. "Dem steigenden
Kostendruck auf die Betriebe - steigende Rohstoff- und
Energiepreise bei gleichzeitigem Preisdruck auf die
Produkte - muss man weiterhin mit Marktmaßnahmen
begegnen", erklärt Köstinger, die sich klar gegen weitere Deregulierungen im Agrarbereich ausspricht. "Angesichts
der wirtschaftlichen Herausforderungen muss die
gemeinsame Marktordnung im Rahmen der GAP durch
Interventionen sowie öffentliche und private Lagerhaltung
den Betrieben eine Mindeststütze bieten", so Köstinger
und fordert von der Kommission Folgelösungen nach dem
Auslaufen von Milch- und Zuckerquoten. "Man muss die
Konsequenzen, die sich aus dem Auslaufen der Quoten
ergeben, genau analysieren. Die Anpassung an den
Weltmarkt darf nicht auf Kosten der Betriebe gehen", so
Köstinger. ****

"Die instabile Marktlage in manchen
Produktionsbereichen bringt Planungsschwierigkeiten mit
sich. Das verhindert wichtige Investitionen im ländlichen
Raum. Zusätzlich zu den Direktzahlungen müssen die neuen Instrumente der ländlichen Entwicklung solche
Investitionslöcher verhindern", erklärt Köstinger, die
die Förderprogramme der ländlichen Entwicklung für die Europäische Volkspartei verhandelt. "Um Innovationen und Investitionen zu ermöglichen, braucht es einen einfachen
Zugang zu den Mitteln der Fonds und einhaltbare
Spielregeln. Die Programme der ländlichen Entwicklung
müssen den Unternehmergeist der Landwirte weiter stärken,
die Modernisierung der Betriebe vorantreiben und den
Zugang zu Know-How vereinfachen", so Köstinger.

"Viel Potential liegt in neuen und starken
Partnerschaften zwischen landwirtschaftlichen Betrieben
und nachgelagerten Bereichen sowie mit der Wissenschaft.
Dadurch können Innovationen bei Ressourceneffizienz, Lebensmittelsicherheit und Nachhaltigkeit in der landwirtschaftlichen Produktion weiter vorangetrieben
werden", begrüßt Köstinger die diesbezüglichen Vorschläge
zur Gründung von Innovationspartnerschaften im Rahmen der Förderprogramme zur ländlichen Entwicklung. "Die Vielfalt
der Programme der ländlichen Entwicklung ermöglicht
Investitionen, die direkt der regionalen Wirtschaft
zugute kommen", so Köstinger abschließend.

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