Wehsely: Wien setzt auf "Gesunde Bezirke"

Innovative Zugänge in der Gesundheitsförderung

Wien (OTS) - Die Stadt Wien setzt heuer mit den fünf "Gesunden Bezirken" Leopoldstadt, Margareten, Favoriten, Ottakring und Brigittenau einen Schwerpunkt auf Gesundheitsförderung. Im Sinne einer umfassenden Strategie für öffentliche Gesundheit umfasst die Gesundheitsförderung alle Lebensbereiche und orientiert sich an den Bedürfnissen der Bevölkerung. "Das vordringlichste Ziel ist es, die Lebensstile jener Bevölkerungsgruppen zu verbessern, die mit Gesundheitsbotschaften schwer zu erreichen sind", erklärte Gesundheitsstadträtin Sonja Wehsely im Rahmen der Präsentation der "Gesunden Bezirke" im Wiener Rathaus. "Dabei ist mir wichtig, dass auf die regional durchaus unterschiedlichen Bedürfnisse der Menschen gezielt eingegangen wird. Nur so kann die Gesundheitsförderung Schritt für Schritt gleiche Chancen auf ein gesundes Leben der Wienerinnen und Wiener herstellen", betont Wehsely.

Auf Basis einer detaillierten Analyse der sozio-ökonomischen Daten wurden fünf Bezirke in Wien von der Wiener Gesundheitsförderung als Schwerpunktbezirke definiert. Um die Bewohnerinnen und Bewohner besser in die Veränderungen ihres Lebensstils und ihrer Lebenswelten einzubinden, arbeitet die Wiener Gesundheitsförderung in den Bezirken mit bereits etablierten Einrichtungen zusammen. "So können die Bewohnerinnen und Bewohner dort besser erreicht werden", stellt WiG-Geschäftsführer Dennis Beck fest. Einen Einblick in die Aktivitäten vor Ort gab Wehsely - gemeinsam mit Dennis Beck, Geschäftsführer der Wiener Gesundheitsförderung, und den BezirksvorsteherInnen der fünf Schwerpunktbezirke - heute, Mittwoch, im Wiener Rathaus.

Gesundes Favoriten

Um speziell Burschen und Männer verstärkt zum Thema Gesundheit erreichen zu können, betritt das Team von "Gesundes Favoriten" neues Terrain. Der Weg führt über eine enge Zusammenarbeit mit den Fußballklubs im Bezirk. Neben Workshops mit Jugendlichen und Trainern in den Vereinen direkt steht dabei die Gesundheit der Fans im Mittelpunkt. Für die Herbstsaison 2012 wird gemeinsam mit dem FK Austria Wien ein Männergesundheitstag in der Generali-Arena organisiert. Bezirksvorsteherin Hermine Mospointner freut sich besonders über die Unterstützung durch den renommierten Spitzenklub FK Austria Wien: "Mit dieser gemeinsamen Aktion steigt das Interesse der Burschen und Männer an Gesundheitsförderung gewaltig."

Gesundes Margareten

Was beschäftigt Jugendliche im Zusammenhang mit Gesundheit? Antworten darauf werden Jugendliche aus Margareten am 25. Juni 2012 bei der ersten Jugendgesundheitskonferenz im Bezirk geben. Für Bezirksvorsteher Kurt Wimmer ist entscheidend, dass "die Themen und Inhalte dafür von den Jugendlichen selbst erarbeitet werden -tatkräftig unterstützt etwa von den Handballern der im Bezirk ansässigen Fivers, die hier sicherlich eine Vorbildrolle einnehmen." Die verschiedenen Workshops starten ab sofort. Im Vordergrund steht die Auseinandersetzung mit den Themen Ernährung, Bewegung und seelische Gesundheit.

Gesunde Brigittenau

Im 20. Bezirk setzt man auf die Ausbildung von Gesundheitsbotschafterinnen - insbesondere Mütter und von Jugendlichen - zu Peer Helpern. Sie setzen sich intensiv mit den Schwerpunktthemen Ernährung, Bewegung und seelische Gesundheit auseinander und geben dieses Wissen aktiv in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld weiter. "Auf diese Weise können wir sicher stellen, dass das Gesundheitsbewusstsein im Bezirk stetig geschärft wird", ist Bezirksvorsteher Hannes Derfler sicher. Bei der Übergabe der Zertifikate an die ersten Peer Helper konnte er sich selbst von der Qualität der selbstgemachten Smoothies überzeugen.

Gesunde Leopoldstadt

In der Leopoldstadt steht die Förderung von Eigeninitiative im Mittelpunkt der Aktivitäten. Über eine Ideenbörse sind vor allem Privatpersonen eingeladen, gesundheitsfördernde Aktionen vorzuschlagen - für die Umsetzung gibt es dann tatkräftige Unterstützung durch das Projektteam. Das gilt auch für Initiativen von im Bezirk ansässigen Vereinen und Institutionen. Auf diese Weise wurden bereits zahlreiche Kleinprojekte mit großer Wirkung realisiert, weiß Bezirksvorsteher Gerhard Kubik: "Vom "Sommer im Hof" über Fahrradkurse für Frauen bis hin zu einer regelmäßigen Tanzgruppe für Mädchen und Burschen - die Aktivitäten sind so vielfältig wie die Bewohnerinnen und Bewohner des Bezirks."

Gesundes Ottakring

Auf ihre ganz eigene Art und Weise haben sich Jugendliche aus dem 16. Bezirk mit dem Thema Gesundheitsförderung auseinander gesetzt. Das Ergebnis kann sich hören lassen. Davon ist auch Bezirksvorsteher Franz Prokop überzeugt: "Der Rap "Gesund in Ottakring" zeigt deutlich, welche Themen, aber auch welche gesellschaftspolitischen Zusammenhänge die jungen Menschen beschäftigen und ihr Leben beeinflussen." Der Rap versteht sich als Ausdruck einer Generation und wurde heute erstmals live einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

Die Wiener Gesundheitsförderung

Die Wiener Gesundheitsförderung ist eine gemeinnützige Gesellschaft der Stadt Wien. Sie ist Ansprechpartnerin und Kompetenzstelle für Gesundheitsförderung in Wien und entwickelt die Aktivitäten der Gesundheitsförderung im Sinne einer umfassenden Public Health-Strategie für die Wienerinnen und Wiener weiter. Die Angebote und Projekte konzentrieren sich auf die Schwerpunkte Ernährung, Bewegung, seelische Gesundheit und das Thema "Gesunde Lebenswelt". Im Mittelpunkt steht der regionale Settingansatz - die "Gesunde Stadt", der "Gesunde Bezirk" und das "Gesunde Grätzel". Dazu kommen organisatorische Settings wie "Gesunder Kindergarten" und "Gesunde Schule", "Gesunder Betrieb" und "Gesunde Freizeiteinrichtung" oder auch "Gesundes Krankenhaus" und "Gesunde SeniorInneneinrichtung".

Zu dieser Meldung stehen Ihnen in Kürze unter www.wien.gv.at/pressebilder Fotos zur Verfügung.

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