"Universum" porträtiert die Sächsische Schweiz

"Das Naturparadies im Elbsandstein" am 29. März um 21.05 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Tief eingeschnittene Flusstäler, wüstenhafte Hochplateaus, malerische Felsformationen - spektakuläre Kontraste einer der faszinierendsten Landschaften Deutschlands, der Sächsischen Schweiz. Wind und Wasser, Hitze und Frost schufen über Jahrmillionen die einzigartige Region des Elbsandsteingebirges - ein "Grand Canyon" im Herzen Europas. Mit außergewöhnlichen Aufnahmen porträtiert Henry Mix in der "Universum"-Dokumentation "Die Sächsische Schweiz - Das Naturparadies im Elbsandstein" am Donnerstag, dem 29. März 2012, um 21.05 Uhr in ORF 2 eines der größten deutschen Naturwunder.

Winter im Nationalpark Sächsische Schweiz - die berühmten Basteifelsen mit der angrenzenden Brücke sind von Schnee bedeckt. Die Tage sind kurz, doch in den Schluchten herrscht sie nicht, die dunkle Jahreszeit: Weil die meisten Bäume kein Laub tragen und die Schneedecke das Licht reflektiert, ist der Winter hier unten heller als sonst im Jahr. Und obwohl Schnee und Eis die Bäche säumen, sind die Wasseramseln äußerst aktiv. Die kleinen Vögel tauchen im eisigen Wasser nach Köcherfliegen-Larven. Aufmerksam beobachten die Männchen jeden Eindringling: Wasseramseln besetzen ihre Reviere viel früher im Jahr als die meisten anderen Singvögel.

Hoch über ihren Köpfen ziehen es andere Tiere vor, den Winter zu verschlafen: Mehrere Gartenschläfer liegen dicht an dicht in einer Felshöhle. Die kleinen Nagetiere haben Atmung und Herzschlag auf ein lebensnotwendiges Minimum reduziert. Erst wenn es draußen wieder warm wird und ausreichend Nahrung zu finden ist, erwachen sie für wenige Monate aus dem Schlaf.

Sobald das Frühjahr den Schnee auf den Gipfeln schmelzen lässt und die Sonne den Sandstein erwärmt, steigen dichte Dampf- und Nebelschwaden über die Felsen der Sächsischen Schweiz. Bis heute sind Felsriffe und -türme in ihrer natürlichen Form erhalten, eine Erosionslandschaft aus uralten Meeressedimenten. Schon für den berühmten Maler Caspar David Friedrich waren die magisch anmutenden Felsen und Schluchten ein faszinierendes Motiv.

Malerisch liegt der Horst eines Schwarzstorch-Paares hoch oben in den Felsen. Die beiden Störche nutzen ihn schon seit Jahren, denn unten im Flusstal gibt es Fisch als Nahrung für die Jungen. In unmittelbarer Nachbarschaft haben Wanderfalken gebrütet. Sie ernähren ihre Jungen von erjagten Tauben und Singvögeln.

Im Sommer werden die Gartenschläfer aktiv: Mit ihrer schwarzen Gesichtsmaske sehen die nachtaktiven Nager aus wie kleine Ganoven, die zwischen den Felsen hin- und herhuschen. Anders als viele Tiere wagen sie sich sogar an Nacktschnecken: Blitzschnell rollen sie die Weichtiere über den Stein und entfernen so den unappetitlichen Schleim.

Die Sächsische Schweiz ist aber nicht nur der Lebensraum vieler Tiere - sie ist auch der Schauplatz einer Oper. In den Sommermonaten wird auf der Felsenbühne Rathen "Der Freischütz" von Carl Maria von Weber aufgeführt. Die Wald- und Felsenlandschaft rund um die Naturbühne macht den Veranstaltungsort zur perfekten Kulisse.

Mehr als zwei Jahre arbeiteten die Tierfilmer Henry M. Mix, Yann Sochaczewski und Axel Gebauer im Elbsandsteingebirge. Ungewöhnliches Tierverhalten, hochauflösende Zeitlupenbilder und atemberaubende Flugaufnahmen machen ihren Naturfilm so besonders.

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