"Report": Auf dem Weg zum dritten Geschlecht?

Am 27. März um 21.10 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Gabi Waldner präsentiert den "Report" am Dienstag,
dem 27. März 2012, um 21.10 Uhr in ORF 2 mit folgenden Themen:

Das dritte Geschlecht

Eines von 2.000 Kindern wird nicht als Bub oder Mädchen geboren, sondern kommt als Zwitter zur Welt. Bisher haben die meisten Ärzte den Eltern zu einer raschen Operation geraten, damit ihr Kind nur eindeutige Geschlechtsmerkmale aufweist. Doch viele erwachsene Intersexuelle leiden an den Spätfolgen dieser massiven Eingriffe und fordern ein Ende der "Intersexuellen Genitalverstümmelung". Sie wollen als drittes Geschlecht anerkannt werden. Ein Betroffener ist der 35-jährige Oberösterreicher Alex Jürgen. Die ersten zwei Lebensjahre wuchs er als Mädchen auf, dann drängten die Ärzte auf "korrigierende" Operationen. Obwohl er männliche Chromosomen aufweist, wurden ihm Penis und Hoden entfernt und weibliche Hormone verabreicht. Später entwickelte er sich dennoch mehr Richtung Mann, heute lebt er zwischen den Geschlechtern. Der Ethikrat der deutschen Bundesregierung hat sich jetzt der Forderung angeschlossen, ein drittes Geschlecht gesetzlich vorzusehen. Auch in Österreich entwickelt sich eine rege Debatte unter betroffenen Eltern, Medizinern und Juristen, berichtet Eva Maria Kaiser.

Risse im Sparpaket

Diese Woche beschließt der Nationalrat den größeren Teil des Sparpakets der Bundesregierung. Doch schon jetzt zeigen sich tiefe Risse im aufwendig gepackten und stolz präsentierten Sparpaket: Eine europaweite Kapitalertragsteuer, die mit 1,5 Milliarden fix einkalkuliert wurde, gilt inzwischen als unwahrscheinlich, die Zeit für ein Steuerabkommen mit der Schweiz ist höchst knapp. Wie seriös sind die Schätzungen der Regierung? Kann sie ihre eigenen Sparziele noch erreichen? Klaus Dutzler und Alexander Sattmann analysieren.

Faymanns Inseratenpolitik

Während Bundeskanzler Werner Faymanns Zeit als Infrastrukturminister wurden ÖBB- und ASFINAG-Inserate in Boulevard-Zeitungen geschalten. Hat das Ministerium damals Druck auf die ÖBB oder die ASFINAG ausgeübt, um auflagenstarke Tageszeitungen mit Werbeeinschaltungen zu versorgen? Die Staatsanwaltschaft Wien hat ermittelt, die Entscheidung über Anklage oder Einstellung des Verfahrens steht unmittelbar bevor. Ernst Johann Schwarz und Simone Stribl berichten.

Lebensmittel: weniger Kontrollen?

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit plant, neue Grenzwerte für Chemikalien einzuführen. Vor allem Chemie-und Lebensmittelindustrie erwarten durch diese Bestimmungen vereinfachte Verfahren. Substanzen, die unterhalb eines neuen, statistisch ermittelten Grenzwertes liegen, müssen nicht mehr weiter darauf untersucht werden, ob sie vielleicht schädlich sind. Experten warnen, dass dermaßen eingeschränkte Kontrollen weniger Lebensmittelsicherheit für den Konsumenten bedeuten, berichtet Martina Schmidt.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar.

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