Neues Volksblatt: "Justament!" von Herbert SCHICHO

Ausgabe vom 23. März 2012

Linz (OTS) - Zugegeben - ein bisschen Leid können einem die Gemeindebediensteten schon tun. Sie müssen per Landtagsbeschluss auf ein Prozent Lohnerhöhung verzichten. Das Angebot der dienstrechtlichen Gleichstellung mit dem Landesdienst ist auch nicht für alle vorteilhaft. Und die Zusage der Übernahme des Bundesabschlusses in den kommenden Jahren hat sich als Bumerang herausgestellt.
Der angekündigte Streik der Gemeindebediensteten ab Mittwoch bleibt aber trotzdem unverständlich. Denn erstens konnte niemand wissen, dass auf Bundesebene eine Nulllohnrunde bevorsteht. Daher gibt es auch das Angebot des Landes, die Vorleistungen in Oberösterreich 2013 zu berücksichtigen.
Zweitens geht es doch um den Lohnabschluss 2013. Diesen Mitte April zu verhandeln, ist eigentlich rechtzeitig genug. Und drittens dreht es sich bei dem Streik um 18 Tage. Denn der Landeshauptmann will am 16. April das Gespräch, bis dahin habe er detaillierten Überblick über die mittelfristige Finanzplanung. Die Gewerkschaft besteht auf einem Termin vor dem 28. März, das ist schon ein Justament-Standpunkt.
Warum die roten Gemeindegewerkschafter also dermaßen auf Konflikt setzen, bleibt ein Rätsel. Und ob es den Gemeindebediensteten hilft auch.

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