Lichtenecker zu SVA-Obmann Leitl: Keine Verschleppung von Lösungen der Probleme von Ein-Personen Unternehmen und KleinstunternehmerInnen

Alarmierende Situation von Selbständigen bedarf rascher Lösung

Wien (OTS) - "Die SVA und Ihr Obmann Christoph Leitl hat die Dringlichkeit der Probleme, die insbesondere Ein-Personen-Unternehmen (EPU) mit geringen Einkommen betreffen, noch immer nicht erkannt", kritisiert Ruperta Lichtenecker, Wirtschaftssprecherin der Grünen, zu den jüngsten Aussagen von SVA-Obmann Leitl, im Rahmen seiner heutigen Pressekonferenz. Die in Aussicht gestellt Umfrage der Mitglieder ist zwar nett, geht aber an den Bedürfnissen der betroffen UnternehmerInnen vorbei, so Ruperta Lichtenecker.

"Die Situation von Selbständigen in Österreich ist alarmierend:
Bereits jede/r fünfte SVA-Versicherte wird aufgrund eines Zahlungsverzugs von der SVA gemahnt, jede/r Zehnte exekutiert. Gleichzeitig fallen 10 Prozent der Selbständigen in die Gruppe der Working Poor, sie können von ihren Einkommen nicht leben und befinden sich an der Armutsgrenze", erinnert Lichtenecker an die existenzbedrohende Situation dieser Personengruppe.

Ruperta Lichtenecker fordert: "Zur Verbesserung der sozialen Absicherung von EPU und Kleinstunternehmen müssen jetzt die notwendigen Schritte gesetzt werden, nicht erst Ende des Jahres. Neben der Absenkung der Mindestbeiträge, der Abschaffung der Selbstbehalte bei Arztbesuchen braucht es eine auch eine leistbare Arbeitslosenversicherung". Weiters ist die Anhebung des Wochengeldes für UnternehmerInnen längst überfällig, so Lichtenecker.

"Selbständige brauchen keine Almosen, sondern faire Rahmenbedingungen, die den Gegebenheiten selbständiger Erwerbstätigkeit gerecht werden. EPU sichern ihren Arbeitsplatz selber und stellen mit ihrem Einsatz, ihrer Flexibilität und Kreativität eine tragende Säule in der österreichischen Wirtschaft", betont Lichtenecker.

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