Schulpflicht - Kurz: Wien hat das Problem jedenfalls erkannt

Maßnahmenbündel mit härteren Strafen kommt; es geht nicht um Schwänzen, sondern um Schulpflichtverstöße der Eltern von 6 bis 15-Jährigen

Wien (OTS) - Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz zur Einsetzung eines Beauftragten der Stadt Wien für das Thema Schulpflichtverletzung: "Das zeigt, dass man das Problem jedenfalls erkannt hat. Es braucht aber ein konkretes Maßnahmenbündel auf Bundesebene", betont Kurz, der darauf verweist, dass die Koalitionspartner derzeit an einem Paket für mehrere Maßnahmen arbeiten, darunter auch an härteren Strafen.

Es braucht konkret 4 Punkte: Verpflichtende Elterngespräche bei Schulpflichtverstößen, Motivforschung zur besseren Prävention, genaue statische Erhebungen sowie auch härtere Strafen und deren konsequenten Vollzug. Die Bundesregierung geht in Richtung von zumindest einer Verdoppelung der derzeigen Strafen.

Kurz betont, dass es nicht um "Schwänzen" geht, sondern um grobe Schulpflichtverletzungen. Wenn also Eltern ihre schulpflichtigen Kinder zwischen 6 und 15 Jahren nicht in die Schule schicken. "Es kann jedenfalls nicht sein, dass eine Anzeige wegen Vignettenpflichtverstoß auf der Autobahn härter bestraft wird, als wenn man sein Kind nicht in die Schule schickt", so Kurz.

Der Staatssekretär sagt, dass es derzeit 75.000 Junge ohne Ausbildung und Job gibt. Jedes Jahr brechen rund 8.000 Jugendliche die Schule ab ohne einen Abschluss zu haben. Das beginnt oftmals mit Schulpflichtverletzungen, weshalb man so früh wie möglich ansetzen sollte.

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