Brunner zu Weltwassertag: Großprojekte bedrohen unsere Wasserschätze

Wo bleibt Umweltminister bei Naturzerstörung durch Kraftwerksprojekte und Donauausbau?

Wien (OTS) - "Der heutige Weltwassertag mit dem heurigen Motto 'Nahrungssicherheit und Wasser' wäre eine gute Gelegenheit für Minister Berlakovich, sich an seine Verantwortung für Österreichs Wasserressourcen und Fließgewässer zu erinnern. Ein Umweltminister, der zur Grundwasserverschmutzung der Intensiv-Landwirtschaft und zu Naturzerstörungsprojekten der Kraftwerks- und Wasserbaulobby schweigt und seine Parteifreunde nicht einbremst, ist untragbar für unser Land", kritisiert Christiane Brunner, Umweltsprecherin der Grünen.

"Die Grüne Energiewende muss umweltverträglich sein. Noch kann Österreich trotz der Profitgier der von der Regierung gedeckten Energie-, Bau- und Agrarlobby stolz auf viele Wasserschätze sein, aber nicht mehr lange, wenn Berlakovich so weiterschläft!", so Brunner. "Die Umsetzung der für die Zukunft unserer Fließgewässer so wichtigen EU-Wasserrahmenrichtlinie hat Österreichs Regierung auf den letztmöglichen Termin aufgeschoben, und selbst diese Frist wird bei Fortsetzung der derzeitigen Untätigkeit nicht einzuhalten sein. Dies wurde jüngst auch vom Rechnungshof kritisiert. Offenbar sollen Kraftwerks- und Wasserbaulobby vorher noch ungehindert alle Kraftwerksprojekte und fragwürdige Flussbauprojekte wie an der Donau unterhalb von Wien durchdrücken."

Besonders brisant ist die Gewässer-Lage in Tirol: Vom EU-widrigen Kraftwerksprojekt im Osttiroler Virgental buchstäblich an der Eingangspforte des Nationalparks Hohe Tauern, das den Isel-Fluss bis zur Mündung beeinträchtigen und EU-geschützte Lebensräume und Arten vernichten würde, bis zum Kaunertal üben sich ÖVP-Bezirks- und Lokalkaiser in einem wahren Wettlauf ignoranter Naturzerstörung. Auch noch die letzten Gletscherbäche sollen der Energiewirtschaft fürs Atomstromveredeln geopfert werden, wenn es nach der ÖVP geht.

"Umweltminister Berlakovich ist auch im Sinne der Alpenkonvention dazu aufgerufen, diesen teilweise offen EU-widrigen Projekten rasch und wirksam entgegenzutreten. Wer zu Saurier-Projekten von vorgestern schweigt, die unter dem Deckmäntelchen der erneuerbaren Energie daherkommen, verliert jede Glaubwürdigkeit bei der dringend nötigen Energiewende. Wenn das so weitergeht, wird Energieminister Mitterlehner bald mehr Umweltbewusstsein an den Tag legen als der Umweltminister", so Brunner.

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