ÖAMTC: Alkotestgeräte ab 1. Juli in Frankreich Pflicht für Kraftfahrer (Teil 1) (+Grafik,+Foto)

Club kritisiert neues Kuriosum im Dschungel der europäischen Mitführpflichten

Wien (OTS) - Während sich der ÖAMTC für eine europaweite Vereinheitlichung der Mitführpflichten einsetzt, bereichert Frankreich das Kapitel um ein weiteres Kuriosum. "Mit 1. Juli 2012 muss jeder Auto- und Motorradfahrer in Frankreich ein Alkotestgerät mitführen und bei einer Verkehrskontrolle vorweisen", erklärt ÖAMTC-Touristikerin Silvie Bergant. Wer bei einer Fahrzeugkontrolle das Testgerät nicht vorweisen kann, muss eine Strafe von 11 Euro bezahlen. Gestraft wird angeblich erst ab November 2012. In der Übergangszeit sollen zunächst nur eine Ermahnung und ein Hinweis auf die Neuregelung erfolgen. Frankreich-Urlaubern empfiehlt die ÖAMTC-Touristikerin allerdings, das Testgerät ab 1. Juli zur Sicherheit mitzuführen. Die von der französischen Polizei akzeptierten Einwegtests sind in ganz Frankreich in Supermärkten, Apotheken und bei Tankstellen erhältlich (Kosten ca. 2 bis 5 Euro).

Die neue Regelung fügt sich als weitere skurrile Bestimmung zu verschiedensten nationalen Vorschriften in den einzelnen EU- und Nicht-EU-Ländern. Diese reichen von "nichts" über gängige Utensilien wie Warndreieck, Verbandskasten und Warnweste bis hin zu Ersatzlampen, Beatmungsmasken oder Diebstahlschutz. In Österreich reichen ein Warndreieck, ein Verbandskasten und eine Warnweste im Pkw. Motorradfahrer müssen nur ein Verbandspaket dabei haben. "Diese nationalen Besonderheiten sind in einem Europa des freien Personenverkehrs ein Anachronismus. Der ÖAMTC setzt sich daher seit langem für eine Vereinheitlichung der Mitführpflichten ein", erklärt ÖAMTC-Chefjurist Martin Hoffer.

Der Club hat im Herbst 2011 mit Unterstützung der FIA (Fédération Internationale de l'Automobile) die Vereinheitlichung der Mitführpflichten im EU-Parlament in Brüssel zum Thema gemacht. Die österreichischen Europaparlamentarier signalisierten damals, dass sie das Thema weiter verfolgen wollten. Mittlerweile wurde ein entsprechender Antrag im EU-Parlament eingebracht. Konkret fordert der ÖAMTC, dass ein europaweit einheitliches Verbandspaket, Warnwesten für alle Fahrzeuginsassen und ein Warndreieck im Pkw verpflichtend mitzuführen sind. Über die genannte Basisausrüstung hinausgehende Verpflichtungen sowie Strafen lehnt der Club ab.

Einen Überblick über die unterschiedlichen Mitführpflichten und Verkehrsbestimmungen findet man online in der weltweiten Länderdatenbank unter www.oeamtc.at/laenderinfo.

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(Forts.)

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