Papst startet am Freitag strapaziöse Lateinamerikareise

Benedikt XVI., der am 16. April 85 Jahre alt wird, ist der älteste Papst, der eine Auslandsreise unternimmt - Der mörderische Drogenkrieg in Mexiko dürfte eines der angesprochenen Themen werden

Vatikanstadt, 22.03.12 (KAP) Papst Benedikt XVI. beginnt am Freitag eine viel beachtete und sehr strapaziöse einwöchige Pastoralreise nach Mexiko und Kuba. Es ist seine 23. Auslandsreise und seine erste in die Region des spanischsprachigen Amerika. Insgesamt besucht er fünf Städte in den beiden Ländern. Wegen seiner Reise ließ er die dieswöchige Generalaudienz ausfallen. Benedikt XVI., der am 16. April 85 Jahre alt wird, ist der älteste Papst in der bisherigen Kirchengeschichte, der eine Auslandsreise unternimmt.

Der Papst startet am Freitag, 23. März, um 9.30 Uhr mit einer Maschine der Alitalia zu dem 14-Stunden-Flug von Rom-Fiumicino nach Silao/Guanajuato in Mexiko. Für 16.30 Uhr Ortszeit (23.30 Uhr MEZ) ist die Begrüßung am Aeropuerto Internacional de Guanajuato vorgesehen. Der Papst fährt von dort im Papamobil die mehr als 30 Kilometer lange Strecke zum Stadtzentrum von Leon (eigentlich Leon de Los Aldama), der mit 1,5 Millionen Einwohnern siebentgrößten Stadt Mexikos.

Während seines Aufenthalts wohnt Benedikt XVI. im katholischen Oberstufenkolleg Colegio Miraflores. Das landesweit bekannte Kolleg wird geführt vom spanischen Schwesternorden "Esclavas de la Santisima Eucaristia y de la Madre de Dios", der 1925 in Granada von Madre Trinidad Carreras gegründet wurde.

Am Samstag, 24. März, trifft der Papst am Abend im historischen Palast Casa del Conde Rul von Guanajuato, der Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaats, mit dem mexikanischen Staatspräsidenten Felipe Calderon zusammen. Anschließend richtet Benedikt XVI. auf der Plaza de la Paz einen Gruß an Kinder.

Am Sonntag, 25. März, feiert der Papst im Messezentrum Parque Guanajuato Bicentenario in Silao eine Messe. Sie steht im Zeichen des von der Kirche am 25. März begangenen Marienfeiertags "Verkündigung des Herrn" (Annuntiatio Domini). Zu dem Gottesdienst, der als zentrales Ereignis der Papstreise angesehen wird, werden bis zu 1,5 Millionen Menschen erwartet.

Am Nachmittag betet Benedikt XVI. mit den Bischöfen ganz Lateinamerikas in der Kathedrale von Leon die Vesper. Dabei hält er eine mit Spannung erwartete Ansprache zur kirchlichen und gesellschaftlichen Situation.

Der mörderische Drogenkrieg dürfte dabei eines der Themen sein. In kirchlicher Hinsicht wiederum hatte in Mexiko 2010/11 der Missbrauchsskandal des Ordensgründers P. Marcial Maciel (1920-2008) Spuren hinterlassen, nicht zuletzt in Form einer Austrittswelle bzw. Übertrittswelle zu evangelikalen Freikirchen. Sorgen existieren auch im Blick auf die Kirche in anderen lateinamerikanischen Ländern mit partiepolitisch involvierten Bischöfen wie in Honduras, wo ein Bischof für das Präsidentenamt kandidiert. All das dürfte am 25. März angesprochen werden.

Mehr auf www.kathpress.at (ende) fam/jop/

nnnn

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KAT0001