Köstinger: EU-Haushalt muss Landwirtschaft sichern

EU-Parlament startet Verhandlungen über langfristiges EU-Budget

Brüssel (OTS) - "Wer beim Landwirtschaftsbudget den Rotstift ansetzt, kürzt beim Umweltschutz und der Lebensmittelversorgung", gibt die stellvertretende Leiterin und Agrarsprecherin der ÖVP-Delegation im EU-Parlament, Elisabeth Köstinger, anlässlich der heute im EU-Parlament beginnenden Verhandlungen im Rahmen einer sogenannten "High Level Conference" über die Neuordnung des EU-Budgets zu bedenken. Die gemeinsame Landwirtschaftspolitik (GAP) macht mit 41% des Gesamthaushaltes der EU den Hauptanteil aus. "Jeden Euro, den man in die Landwirtschaft investiert, bekommt man doppelt an Leistungen zurück", erklärt Köstinger und verweist für Österreich etwa auf das Programm für Umweltmaßnahmen, dessen Programme flächendeckend hohen Umweltschutz, eine diversifizierte Produktion und somit eine Lebensmittelherstellung in allen Regionen garantieren. "Für die Betriebe in Berggebieten und benachteiligten Regionen sind die Leistungszahlungen der EU von substanzieller Bedeutung. Nur durch richtige Förderanreize ist es gelungen, dass Österreich europaweit Meister im Biolandbau ist", betont die Abgeordnete.

"Um den Grundsätzen der EU-Verträge gerecht zu werden, die EU-Bevölkerung zu versorgen und den ländlichen Raum zu erhalten, muss die derzeitige finanzielle Ausgestaltung der GAP nach 2013 weitergeführt werden", fordert Köstinger. Die Mitgliedstaaten seien nun gefordert, einen überzeugenden Vorschlag zu erarbeiten und die Mittel für die GAP zumindest auf dem gleichen Niveau abzusichern. Köstinger verweist darauf, dass sich vor allem durch die finanziell gut ausgestalteten Programme der ländlichen Entwicklung, der sogenannten 2. Säule der GAP, die Nettozahlerposition Österreichs verbessert. "Die mehrjährigen Programme der ländlichen Entwicklung, die von Österreich kofinanziert werden, sind von absolut strategischer Bedeutung, um der Krise am Finanzmarkt mit Investitionen und Innovationen zu begegnen. Agrargelder gehen direkt in den Ausbau von 'Grünem Wachstum'", erklärt die Agrarsprecherin.

Das EU-Parlament lehnt Haushaltskürzungen ab. Bereits in der ersten Stellungnahme forderte der Sonderausschuss für Haushaltsfragen im EU-Parlament einen Gesamthaushaltsplan für die Zeit 2014 bis 2020, der nicht weniger, sondern entsprechend den wachsenden Kompetenzen der EU mehr werden soll.
(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Bauernbund Österreich
Brucknerstraße 6/3, A - 1040 Wien
Tel.: +43 1 5058173 - 31
Fax: +43 1 5058173 - 9931
S.Letzbor-Kalusch@bauernbund.at
www.bauernbund.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AIM0001