Kadenbach: Sozialdemokraten haben sich bei Lebensmittellobby durchgesetzt

SPÖ-Europaabgeordnete sieht in Entscheidung des EU-Parlaments die Rechte der Konsumentinnen und Konsumenten gestärkt

Wien (OTS/SK) - Die SPÖ-Europaabgeordnete Karin Kadenbach begrüßt die im Ausschuss für Umweltfragen, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit des EU-Parlaments gefundene Mehrheit dafür, dass rund 1.600 gesundheitsbezogene Werbesprüche in einem halben Jahr der Vergangenheit angehören. "Ein Liberaler und eine konservative Abgeordnete hatten zunächst bei diesem für die Lebensmittellobby so sensiblen Thema Einspruch eingelegt. Dank der klaren sozialdemokratischen Linie haben sich im Ausschuss schließlich 37 Abgeordnete für das Verbot der falschen Gesundheitsaussagen ausgesprochen, 22 waren gegen das Verbot", erläutert Kadenbach, Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen, Volksgesundheit und Lebensmittelsicherheit, am Donnerstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. ****

Folgende Gesundheitsbehauptungen sind etwa nicht mehr zulässig (Gesamtübersicht: http://ec.europa.eu/nuhclaims/):

* "Dieses Produkt reduziert das Hungergefühl" bei einem Milchprodukt

* "Schwarzer Tee fördert die Konzentration" bei einem Schwarzteeprodukt

* "Reduziert das Risiko bei Zahnausfall" bei einem kalziumhältigen Fruchtsaft.

Hier eine Auswahl, nach welchen Kriterien die Aussagen bei Lebensmitteln überprüft werden (Gesamtliste siehe:
http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=CONSLEG:2006R19
24:20080304:de:PDF):

* ENERGIEFREI: Die Angabe, ein Lebensmittel sei energiefrei, sowie jegliche Angabe, die für den Verbraucher voraussichtlich dieselbe Bedeutung hat, ist nur zulässig, wenn das Produkt nicht mehr als 4 kcal (17 kJ)/100 ml enthält.

* ZUCKERFREI: Die Angabe, ein Lebensmittel sei zuckerfrei, sowie jegliche Angabe, die für den Verbraucher voraussichtlich dieselbe Bedeutung hat, ist nur zulässig, wenn das Produkt nicht mehr als 0,5 g Zucker pro 100 g bzw. 100 ml enthält.

* LEICHT: Die Angabe, ein Produkt sei "leicht", sowie jegliche Angabe, die für den Verbraucher voraussichtlich dieselbe Bedeutung hat, muss dieselben Bedingungen erfüllen wie die Angabe "reduziert"; die Angabe muss außerdem mit einem Hinweis auf die Eigenschaften einhergehen, die das Lebensmittel "leicht" machen. (Schluss) bj/mp

Rückfragehinweis: Mag. Markus Wolschlager, SPÖ-Delegation im Europäischen Parlament, Tel.: +32 (484) 127 331, E-Mail:
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