ORF III im Zeichen der "Diagonale" mit Glawoggers preisgekröntem Filmdrama "Das Vaterspiel" und der "Langen Nacht des kurzen Films"

Am 23. März im Kultur- und Informations-Spartenkanal des ORF

Wien (OTS) - Als Medienpartner der Grazer "Diagonale" zeigt ORF
III Kultur und Information am Freitag, dem 23. März 2012, Michael Glawoggers preisgekröntes Filmdrama "Das Vaterspiel" sowie die besten Kurzfilme des österreichischen Filmfestivals der vergangenen Jahre, kuratiert von "Diagonale"-Chefin Barbara Pichler.

ORF-III-Programmschwerpunkt zur Diagonale 2012

Dokumentarfilme, Kurzfilme, Videoclips und Spielfilme: Hauptsache made in Austria. Vom 20. bis 25. März 2012 dreht sich in Graz alles um Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des heimischen Films. Bereits zum 15. Mal findet in der steirischen Landeshauptstadt die "Diagonale" statt. ORF III nimmt das Festival des österreichischen Films zum Anlass und zeigt nach der "Langen Nacht des kurzen Dokumentarfilms" vergangenen Montag u. a. die "Lange Nacht des kurzen Films" mit ausgewählten Schätzen von Umut Dag, Ludwig Löckinger und Ella Gallieni. Auch heuer spielt die "Diagonale" wieder on air im ORF eine große Rolle, denn einmal mehr informieren die drei ORF-Medien Radio, Fernsehen und Internet ausführlich über das österreichische Filmfestival - vom "dok.film" und der aktuellen Kulturberichterstattung im Rahmen der "Zeit im Bild"-Ausgaben über eine "Kulturmontag"-"Diagonale"-Vorschau und zwei "Lange Film"-Nächte in ORF III. Weiters werden Berichte in Ö1 und FM4 bis hin zu diversen Sendungen des ORF-Landesstudios Steiermark und umfangreichen Beiträgen im ORF.at-Network angeboten. Nähere Infos unter presse.ORF.at

Österreichischer Film "Das Vaterspiel" (20.15 Uhr)

Wie reagiert man, wenn man erfährt, dass der eigene Großvater ein gesuchter Kriegsverbrecher ist? Mimi hält ihren Nazi-Opa im Keller versteckt, wo er geistesabwesend in den Fernseher starrt. Er soll nur noch in Ruhe sterben dürfen. Das klingt jedoch einfacher als es ist. Der junge Ratz, der die letzten Jahre in einem ungelüfteten Zimmer verbracht hat, um ein obskures Computerspiel zu programmieren, in dem er seinen Vater virtuell umbringt, steht seiner verzweifelten Exfreundin zur Seite. Über Michael Glawoggers Filmdrama "Das Vaterspiel", welches auf dem gleichnamigen Roman von Josef Haslinger basiert, liegt eine unheimliche Schwärze. Hilflosigkeit, eiskalte Berechnung, Angst und blanker Hass stehen im Mittelpunkt. In den Hauptrollen sorgen Helmut Köpping, Christian Tramitz und Sabine Timoteo für eine Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus ohne Hakenkreuz und SS-Uniformen. Im Jahr 2010 wurde das Filmdrama als bester österreichischer Kinospielfilm mit dem Großen Diagonale-Preis ausgezeichnet.

"Die lange Nacht des kurzen Films" (22.20 Uhr)

Ab 22.20 Uhr zeigt ORF III Kultur und Information die besten heimischen Kurzfilme der "Diagonale" der vergangenen Jahre. Den Anfang macht Filmemacher Umut Dag mit der Geschichte eines Vaters, der erst zum echten "Papa" wird, als ihn seine Frau über Nacht verlässt. Im Fokus steht der emotionale Abstand zwischen Vater und Söhnen, der anfänglich unüberbrückbar scheint. Inspiriert von Sigmund Freuds Traumdeutung ist um 23.05 Uhr Ludwig Löckingers "Daschka". Während die filmische Erzählweise scheinbar linear verläuft, bleiben die traumhaften Vorgänge unvorhersehbar.

Wenn eine junge Frau in einer Welt, in der niemand mehr etwas zu verlieren hat, alleine zu überleben versucht, um ihre große Liebe zu finden, erzählt Richard Wilhelmers postapokalyptisches Melodram "The Golden Foretaste of Heaven" um 23.25 Uhr die Geschichte einer versinkenden Welt, eines fliehenden Präsidenten und einer Prophezeiung zur Rettung des Planeten. Um ausbeuterische Arbeitsbedingungen bei der Herstellung von Luxusartikeln geht es um 23.50 Uhr in "Talleres Clandestinos" von Catalina Molina. Die Hoffnung auf finanziellen Aufschwung bleibt lediglich ein Wunschtraum der jungen Bolivianerin, die für eine Arbeitsstelle als Näherin nach Argentinien reist und Mann und Kind in der Heimat zurücklässt.

Ein Film über räumliche, zeitliche und emotionale Zwischenräume ist um 00.35 Uhr Ella Gallienis "Horse Camp". Was passiert, wenn nichts passiert und Fiktion das einzig Reale zu sein scheint? Mit Bernadette Weigels "Marie" um 00.50 Uhr rundet ORF III die "Lange Nacht des kurzen Films" ab und zeigt einen expressiven Film über die Alptraumbilder der Protagonistin, die in verschiedenen Altersstufen begleitet wird.

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