VP-Floridsdorf: Studie zur Parkraumbewirtschaftung ist Irreführung der Bevölkerung

Maßnahmenpaket statt kostspieliger Einzelmaßnahmen ist sinnvoller

Wien (OTS) - Bei der, am 21. März 2012 den Mitgliedern der Bezirksvertretung Floridsdorf ,vorgestellten Studie zu den Grundlagen für die Erweiterung der Parkraumbewirtschaftung für den Bereich Floridsdorf durch die MA 18, bestätigte sich der Eindruck, dass es sich bei diesem Projekt lediglich um eine weitere Geldbeschaffungsaktion der grünen Verkehrsstadträtin handelt.

Stichproben verzerren die Realität

So wurden lediglich 10-prozentige Stichproben genommen und dann hochgerechnet, so dass beispielsweise im Bereich der Nordrandsiedlung laut Experten keine Überparkung vorliegt. Laut Studie ist dort lediglich eine Auslastung von 60-70 Prozent gegeben, wobei man erst ab 85 Prozent von einer Vollauslastung spricht. Das ist eine Verhöhnung der betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner, die tagtäglich unter der unerträglichen Verparkung leiden. Außerdem zeigte sich bei der Auswertung keinerlei Unterschied in der Verparkungsdichte zwischen Vormittag und Abend, was gegen eine Belastung durch Fahrzeuge mit Nicht-Wiener Kennzeichen sprechen würde.

"Bei der gegebenen Situation scheint also im Bereich der Nordrandsiedlung alles in Ordnung zu sein, es empfiehlt sich für die Verfasser der Studie ein Lokalaugenschein, um zu sehen was sich tatsächlich rund um die leerstehende Park&Ride Anlage Leopoldau abspielt", ärgert sich der Klubobmann der ÖVP Floridsdorf, Erol Holawatsch.

Begleitmaßnahmen bleiben unberücksichtigt

Weiters basieren die Daten der Studie auf der Annahme, dass in Bereichen der Donaustadt und in Döbling eine Parkraumbewirtschaftung eingeführt wird. Dann würde es nach Ansicht der MA 18 zu einer Überparkung in Floridsdorf kommen. "Was die Herrschaften aber leider nicht einberechnet haben, wäre das Ergreifen einfacher aber wirksamer Maßnahmen wie beispielsweise die Reduktion der Gebühren für die leerstehenden P&R Anlagen oder die Erweiterung der VOR Zone in die niederösterreichischen Umlandgemeinden", so Holawatsch und weiter:
"Was ist wenn die Nachbarbezirke die Parkraumbewirtschaftung nicht einführen? Hier wird eindeutig in eine Richtung manipuliert, die Autofahrerinnen und Autofahrer sollen weiter für die grünen Phantasien zur Kasse gebeten werden."

Sinnvolle Lösungen sind nur gemeinsam möglich

Täglich pendeln rund 64.000 Menschen mit dem Auto über Floridsdorf nach Wien ein. "Wir müssen endlich ein wirksames Maßnahmenpaket schnüren um diesen Menschen einen raschen und bequemen Weg zu ihren Arbeitsstätten in Wien zu ermöglichen. Jede Maßnahme, die wir hier setzen, kommt auch den Bewohnerinnen und Bewohnern von Floridsdorf zu Gute", plädiert Holawatsch für ein Ende des ewigen Abschiebens jeglicher Verantwortung zwischen Wien und Niederösterreich.

Die ÖVP Floridsdorf spricht sich, untermauert von dieser Studie, gegen eine Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung in Floridsdorf aus. "Was die Nordrandsiedlung anbelangt, müssen hier unbedingt Maßnahmen gesetzt werden um etwa die leerstehende P&R Anlage zu befüllen. Nur wenn diese Maßnahmen allesamt keinen Erfolg bringen, können wir uns eine zeitlich begrenzte Parkpickerlzone in der Nordrandsiedlung vorstellen, aber nach Befragung der betroffenen Bevölkerung, die sich eindeutig dafür aussprechen muss."

Die ÖVP Floridsdorf schließt sich der Aussage der MA 18 an, die meinte, `dass Einzelmaßnahmen überschätzt würden`, daher muss ein sinnvolles Maßnahmenpaket rasch umgesetzt werden.

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