ORF III über Syrien: "Inside Brüssel", "Brennpunkt spezial"-Doku und "Weltjournal"

Am 22. März im Kultur- und Informations-Spartenkanal des ORF

Wien (OTS) - ORF III Kultur und Information begrüßt am Donnerstag, dem 22. März 2012, "Inside Brüssel" den Vizepräsidenten des Europäischen Parlaments, Othmar Karas, der angesichts des anhaltenden Blutvergießens in Syrien die Trägheit der europäischen Außenpolitik hinterfragt. "Im Brennpunkt spezial" zeigt Mike Chamberlains Dokumentation "Syrien - Der blutige Frühling" in europäischer Erstausstrahlung, wirft einen Blick hinter die Kulissen der syrischen Protestbewegungen und thematisiert mit ORF-Nahost-Korrespondent Karim El-Gawhary die mögliche Entwicklung eines Bürgerkriegs. Ein "Weltjournal" liefert bisher nicht veröffentlichte dramatische Aufnahmen syrischer Aktivisten. Im RadioKulturhaus spricht Johannes Kaup mit dem deutschen Psychotherapeuten Wolf Büntig über Menschen in der Opferrolle und fragt, warum die Entdeckung des eigenen Potenzials unerlässlich ist.

"Inside Brüssel" (20.15 Uhr)

Ist die Staatengemeinschaft dem Morden in Syrien gegenüber machtlos? Oder könnte Russland nach dem Amtsantritt Wladimir Putins die Unterstützung für Bashar al-Assad aufgeben? Wo bleibt die europäische Außenpolitik angesichts der brutalen Repression? Brauchen wir nach der Entspannung rund um den Euro einen neuen Anlauf zur politischen Integration in Richtung Vereinigte Staaten von Europa? Das fordert zumindest der neue Vizepräsident des Europäischen Parlaments, Othmar Karas. Als Gast bei ORF-III-Moderator Raimund Löw diskutiert der ÖVP-Europaabgeordnete "Inside Brüssel" mit dem ehemaligen politischen Direktor des Wiener Außenministeriums, Stefan Lehne vom US-Thinktank Carnegie, und den anerkannten EU-Korrespondentinnen Marion von Haaren vom ARD sowie Vanessa Mock von der britischen Tageszeitung "The Independent".

Im Brennpunkt spezial: "Syrien - Der blutige Frühling" (21.05 Uhr)

8.000 Tote und 30.000 Flüchtlinge. Ein Jahr Widerstand in Syrien. Der britische Filmemacher Mike Chamberlain war mit der Kamera für Al Jazeera vergangenes Jahr in Syrien unterwegs und hat die dortigen Protestbewegungen hautnah miterlebt. ORF III zeigt seine Dokumentation "Syrien - Der blutige Frühling" in europäischer Erstausstrahlung und verdeutlicht damit den Zynismus und die Brutalität des syrischen Regimes sowie seines Despoten Bashar al-Assad.

Chamberlain sprach u. a. mit Dissidenten und Vertretern der Oppositionsbewegung im Libanon, der Türkei und Jordanien. Was als Fortsetzung der Proteste im Zuge des arabischen Frühlings in Syrien begann, artet mittlerweile in bürgerkriegsähnliche Zustände aus. Das Regime von Machthaber Bashar al-Assad schlägt den Aufstand blutig nieder. Nach außen wird verhandelt, nach innen herrscht die eiserne Faust. Aufständische werden belagert, bombardiert und getötet. Das Regime regiert mit Terror gegen die Bevölkerung und Assad ist fest entschlossen, an der Macht zu bleiben.

Eine UNO-Sicherheitsrat-Resolution scheiterte bisher am Widerstand Russlands und Chinas. Es scheint, als würde Syrien der blutige Stolperstein für den arabischen Frühling werden, der zuvor die Regierungen in Tunesien, Ägypten, Libyen und dem Jemen zu Fall gebracht hat. Zu Gast im Studio ist ORF-Nahost-Korrespondent Karim El-Gawhary. Er sieht in dem blutigen Konflikt eine Pattsituation. Zudem bestehe die Gefahr, dass sich der Aufstand in Syrien rasch in einen regionalen Krieg verwandeln könnte. Durch die Sendung führt ORF-III-Chefredakteur Christoph Takacs.

Weltjournal: "Syrien - Im Inneren des Aufstandes" (22.10 Uhr)

Angesichts der anhaltenden Verbrechen in Syrien flüchten immer mehr Menschen über die Grenze. Das Nachbarland Türkei rechnet mit bis zu einer halben Million syrischer Flüchtlinge. Berichten zufolge vermint Syrien die Grenze, um Fluchtmöglichkeiten zu verhindern. Seit Beginn des Aufstands gegen das Regime von Präsident Bashar al-Assad vor einem Jahr sind nach Angaben der UNO mehr als 7.500 Menschen getötet worden. Den Anfang machten die regimefeindlichen Proteste in der Stadt Daraa an der syrisch-jordanischen Grenze.

Das "Weltjournal" zeigt in einer BBC-Reportage bisher nicht veröffentlichte dramatische Aufnahmen vom Kampf der dort lebenden Menschen. Die Bewohner Daraas haben ihre Geschichte mit versteckten Kameras festgehalten. Die syrische Regierung spricht von islamistischen Extremisten und Terroristen, die vom Ausland beeinflusst würden, doch die Bilder der Aktivisten am Ort des Geschehens zeigen die Realität der Unterdrückten.

Im Zeitraum: "Das eigene Potenzial entdecken - Wege aus der Opferrolle" (22.45 Uhr)

Menschen in der Opferrolle gehören zu Wolf Büntigs Arbeitsalltag. Der renommierte deutsche Psychotherapeut beschäftigt sich seit Jahren mit Beziehungen, die scheitern, Menschen, die Job, Geld, Status oder Freunde verlieren sowie mit Krankheiten und Schicksalsschlägen, die so manches Leben überschatten. In der Regel fühlen sich die Betroffenen als Opfer. Nicht immer - aber öfter als man denkt - hat man diese Tatsache allerdings selbst in der Hand. Wer nicht dauerhaft leiden möchte, muss einen Weg aus der Opferrolle finden. Die Entdeckung des eigenen Potenzials sei diesbezüglich der erste Schritt. Mit professioneller Erfahrung und rhetorischer Brillanz bietet Wolf Büntig Einsichten in das eigene Seelenleben. "Im Zeitraum" spricht er über die Wichtigkeit der humanistischen Psychologie und sein Seminarzentrum für persönliche und berufliche Fortbildung in potenzialorientierter Selbsterfahrung und Psychotherapie, welches er gemeinsam mit seiner Frau Anfang der 70er Jahre im oberbayerischen Penzberg gründete.

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