"Universum" zeigt die schroffe Schönheit der Canyonlands

Am 22. März um 21.05 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Die Canyonlands im US-Bundesstaat Utah sind ein kaum bekanntes Juwel unter den amerikanischen Nationalparks - eine bizarre Landschaft, ein wüstenähnliches, von Canyons durchzogenes Gebiet, aus dem immer wieder Steinbögen und spitze, rot und weiß gemaserte Felszacken aufragen. Das zerklüftete Terrain erlaubt auch eine Reise zurück in die Vergangenheit. An vielen Stellen lässt sich in der "Universum"-Dokumentation "Canyonlands - Schroffe Schönheit" von Brian Armstrong (deutsche Bearbeitung: Andrea Gastgeb) am Donnerstag, dem 22. März 2012, um 21.05 Uhr in ORF 2 anschaulich nachvollziehen, wie die geologischen Kräfte dieses Land geschaffen haben, wie das Leben selbst die Erde erobert hat.

Die Fotografin Elizabeth Pratt kannte die versteckten Schätze der Canyonlands bis jetzt nur durch die Arbeit ihrer Berufskollegen. Die unterschiedlichen Regionen des Parks mit der Kamera zu erforschen und dabei die vielfältige Natur des Parks mit eigenen Augen zu sehen und zu dokumentieren, war ihr ein großes Anliegen. Denn ob Herden von Dickhornschafen oder Moose, die Tier- und Pflanzenwelt ist selbst in den unwirtlichsten Bereichen der Schluchten, Plateaus und Felstürme reich vertreten.

Mit einem Team von Wissenschaftern begibt sich die Fotografin auf eine Flussexpedition auf den Colorado. Mit dem Raftingboot geht es durch die drei Hauptregionen des Nationalparks: "Island in the Sky" im Norden, eine weitläufige Hochebene, die zwischen dem Colorado und dem Green River eingebettet liegt. "The Needles" im Südosten, eine Landschaft dominiert von rot und weiß gemaserten, hochaufragenden Felszacken, und "The Maze" im Westen, ein Labyrinth aus Canyons, das als die entlegenste und am wenigsten zugängliche Region des gesamten Parks gilt.

Während Elisabeth Pratt immer wieder entlang des Colorado Rivers Station macht, um die geologischen und biologischen Besonderheiten einzelner Flussabschnitte mit ihrer Kamera zu dokumentieren, untersuchen die Wissenschafter ihres Teams die weiter entfernt liegenden Regionen der drei Distrikte des Nationalparks.

Die Biologin Jayne Belnap nimmt die staubtrockene, auf den ersten Blick völlig leblos wirkende Steinwüste der Hochplateaus genau unter die Lupe und demonstriert, dass ein Tropfen Wasser ausreicht, um leuchtendes Grün in Form von blühendem Moos in die graubraune Landschaft zu zaubern. Der Ökologe Tim Graham ist Spezialist für Kleinstlebewesen wie Krebse, die in den unzähligen kleinen Vertiefungen auf den Steinplateaus zu finden sind - doch nur nach Regen, der in diesem Landstrich höchst selten ist. Der Biologe Bill Sloan dokumentiert seit 1980 die Bestände an Dickhornschafen in den Canyonlands und weiß genau, wo die Reviere der Wildschafe liegen. Einige der Tiere wurden mit Sendern bestückt, um ihre Herde in dem Labyrinth von Canyons und Hochplateaus das ganze Jahr über verfolgen zu können.

Doch nicht nur die Geologie und die Tier- und Pflanzenwelt des Canyonland-Nationalparks sind einzigartig. Diese Gegend ist auch für Archäologen außergewöhnlich interessant: Hier lag früher die Heimat der Pueblo-Indianer, an die hier noch viel erinnert. Einige der Werkzeuge und Kleinutensilien wurden zwar entwendet, aber viele der Steinhäuser und Erdhütten sind gut erhalten. Die Angehörigen der Pueblo-Kultur haben außerdem Spuren in Form von Steinritzungen hinterlassen. Die unzähligen Felsritzungen, die überall in den Canyons zu finden sind, zu entschlüsseln und in einer Art Archiv zu sammeln, haben sich die Archäologen des Parks seit Jahren zur Aufgabe gemacht.

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