Wiener Charta: Platz für viele Themen

Wien (OTS) - Heute, Montag, hat die Themensammlung für die Wiener Charta begonnen. Die Wienerinnen und Wiener, die sich bisher am Prozess beteiligen, zeigen eine breite Themenvielfalt auf: Ihre Anregungen betreffen Sauberkeit in der Stadt und in Wohnhausanlagen, Lärm (das reicht vom Fluglärm bis zu in Wohnungen übenden MusikerInnen) und das Verhalten in öffentlichen Verkehrsmitteln. Einige Beiträge beziehen sich auf das Miteinander verschiedener VerkehrsteilnehmerInnen, vor allem das Verhalten von RadfahrerInnen wird öfter zur Diskussion gestellt. NichtraucherInnen fühlen sich durch Geruchsbelästigungen und Verschmutzungen der RaucherInnen gestört. Es geht um mehr Platz für Jugendliche und Kinder ebenso wie um das Miteinander im öffentlichen Raum, vor allem in Parkanlagen. Viele Einträge widmen sich dem Themenkreis, auf welche Art und Weise man miteinander redet, ob man einander hilft, ob man einen höflichen Umgang zeigt oder Zivilcourage an den Tag legt. Angesprochen wird auch die Notwendigkeit der gemeinsamen Sprache Deutsch und das Lernen von Sprachen insgesamt. Auf ganz Wien bezogen ist der Bezirk, der bisher am öftesten genannt wird, Favoriten.

Die Themenvielfalt ist groß, die Themen werden in den nächsten 14 Tagen gesammelt und der Beirat wird sie zu größeren Themenblöcken zusammenführen. Es ist wichtig, dass die Menschen dem Charta-Büro jetzt bekannt geben, wo aus ihrer Sicht der Schuh drückt, damit dieses Thema dann auch diskutiert wird.

Bis heute haben sich mehr als 80 PartnerInnen beim Charta-Büro gemeldet, die selbst aktiv werden möchten. Darunter Organisationen und Firmen wie die Schüler Union, A1, die Islamische Glaubensgemeinschaft, die Naturfreunde Landesorganisation Wien und viele andere.

Wie kann ich mitmachen?

Im BürgerInnenbeteiligungsprojekt Wiener Charta geht es ums Miteinander von Jung und Alt, von Menschen mit und ohne Behinderung, von Frauen und Männern und von Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religion. In unterschiedlichen Phasen sind Wienerinnen und Wiener eingeladen, zu definieren, wie sie sich die Eckpunkte des Zusammenlebens in der Stadt zukünftig vorstellen. Dabei geht es nicht um Wünsche an die Verwaltung oder die Politik sondern darum, was jeder selbst bereit ist zu tun und was man von den jeweils anderen erwartet.

In einer ersten Phase, die noch bis 1. April Mitternacht dauert, wird gesammelt, welche Themen die Menschen in der Stadt am meisten beschäftigen. Was stört die Wienerinnen und Wiener im Zusammenleben in Wien? Was könnte besser laufen? Themen können derzeit auf der Homepage www.charta.wien.at oder Mo-Fr zwischen 9.00 und 17.00 Uhr beim Charta-Telefon unter der Telnr. +01 4000 / 81561 eingebracht werden.

Zu diesen Themen wird es in den nächsten Monaten eine intensive Auseinandersetzung im Rahmen vieler Gesprächsrunden, der sogenannten Charta-Gespräche, geben. Dann geht es darum, alle Meinungen zu hören und zu berücksichtigen. (Schluss) eg

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