"Report" am 20. März: U-Ausschuss, Bundesrat, Denkmal für Deserteure

Wien (OTS) - Gabi Waldner präsentiert im "Report" am Dienstag, dem 20. März 2012, um 21.10 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

ÖVP in der Klemme

Zahlungen der Telekom an Teilorganisationen der Partei oder ihre Medien setzen die ÖVP im Korruptions-Untersuchungsausschuss des Parlaments unter Druck, und auch die Staatsanwaltschaft will gegen den schwarzen U-Ausschuss-Fraktionschef Werner Amon ermitteln. Empört stellt sich die ÖVP gegen die Justiz und zieht erst dadurch die volle Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich - die großen Skandale mit früheren blauen Parteigängern geraten in den Hintergrund. Woran liegt es, dass sich die ÖVP selbst in die Klemme bringt? Martina Schmidt und Simone Stribl analysieren.

Angefütterte Jäger

In Tirol gehört es zum Bild eines "g'standenen" Mannes - man geht auf die Jagd. Ein exklusives Hobby, dem auch viele Politiker nachgehen und zuweilen auch darüber stolpern. Denn Einladungen auf Gams oder Hirsch durch Unternehmer oder Lobbyisten bringen den Schützen schnell unter Korruptionsverdacht. Ist ein Abschuss im Wert von Tausenden Euro noch harmlose Folklore oder schon bedenkliches "Anfüttern", wie es das Strafrecht verhindern soll? Teure Jagdreisen, finanziert von der Telekom, stehen jetzt auch im Visier des parlamentarischen Untersuchungsausschusses. Ein Bericht von Ernst Johann Schwarz und Martin Pusch.

Symbolfall Bundesrat

Diskutiert wird seit Jahrzehnten, eine Lösung gibt es aber bis heute nicht. Der österreichische Bundesrat fristet ein Schattendasein ohne Kompetenzen, ohne jeglichen politischen Einfluss. Jetzt wird wieder debattiert. Zehn Prozent weniger Bundesräte sollen helfen, das Milliarden-Sparpaket der Regierung zu realisieren. Manche reden von einer Aufwertung des Gremiums, andere von der Auflösung. Der Bundesrat als Symbol für die Unfähigkeit österreichischer Politik, Entscheidungen zu treffen. Klaus Dutzler mit einem Lokalaugenschein.

Denkmal für Deserteure

In Wien soll das erste österreichische Denkmal für Deserteure der Wehrmacht errichtet werden, die Entscheidung über einen Standort steht bevor. Ein Personenkomitee und viele Historiker wünschen sich, dass am geschichtsträchtigen Heldenplatz auch jener gedacht wird, die die Teilnahme am Krieg der Nazis verweigerten. Die SPÖ hat sich bisher gegen diesen auffälligen Ort ausgesprochen. Ein Denkmal für Deserteure ist noch immer umstritten, während Kriegerdenkmäler überall zum gewohnten Landschaftsbild gehören. Peter Babutzky über die Frage, was sieben Jahrzehnte nach dem Weltkrieg der Erinnerung würdig ist - und in welcher Form.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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