WKÖ: Wahlfreiheit des Konsumenten statt Zwangsverpflichtungen

Schwarzer/Tritscher: "Wahlfreiheit der Konsumenten muss gewahrt bleiben" - neue Abgabe auf Plastiksackerl ökologisch nicht gerechtfertigt und konsumentenfeindlich

Wien (OTS/PWK187) - Bei der Diskussion um ein
Plastiksackerl-Verbot muss man die Kirche im Dorf lassen", mahnt Stephan Schwarzer, Leiter der Abteilung für Umwelt- und Energiepolitik in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). "Schließlich sind die Österreicherinnen und Österreicher Mülltrenn-Weltmeister", so Schwarzer. Gut 96% des anfallenden Mülles werden verwertet bzw. recycelt. In Österreich fallen jährlich zwischen 5.000 bis 7.000 Tonnen an Plastiksackerln an, das sind lediglich rund 0,01 Prozent des gesamten Abfalls. Für tägliche Einkäufe verwenden die Österreicherinnen und Österreich überwiegend robuste Tragetaschen aus Textilien, Kunststoffen oder Papier, die entgeltlich abgegeben werden, und nicht im öffentlichen Raum weggeworfen werden.

"Die Wahlfreiheit für die Konsumentinnen und Konsumenten, wie sie ihre Einkäufe einpacken wollen, muss gewahrt bleiben", fordert auch der heimische Handel. "Und der ist rund um das Thema ja bereits jetzt aktiv", unterstreicht René Tritscher, Geschäftsführer der Bundessparte Handel der WKÖ: "Die Handelsbetriebe in Österreich setzen auch derzeit schon stark Alternativangebote wie mehrfach benutzbare und umweltfreundlich abbaubare Tragtaschen." Eine Zwangsabgabe auf eine bestimmte Art des Behältnisses, in dem man Dinge transportiert, nämlich Plastiksackerl, bezeichnet er als "überregulierend, kontraproduktiv und konsumentenfeindlich: Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten eine Plastiksackerl-Steuer einführen zu wollen, ist eine neuerliche Belastung der Konsumenten und nicht gerade das, was ich unter Konjunkturankurbelung verstehe."

"Man klar sagen: Die Wirtschaft steht immer hinter dem Ziel, ökologisch verträgliche Lösungen zu finden. Ebenso klar ist für uns aber auch die Prämisse der Wahlfreiheit des Konsumenten, zumal hier von Gefährdungen keine Rede sein kann", so Schwarzer und Tritscher unisono. (PM/JR)

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