"Old Shatterhand, das bin ich" - fünf Ö1-Sendungen zu Karl May

Wien (OTS) - Anlässlich des 100. Todes- und des 170. Geburtstages stehen fünf Ö1-Sendungen im Zeichen des Erfolgsautors Karl May:
"Diagonal" (24.3.), "Ex libris" und "Motive" (25.3.), "Tonspuren" (26.3.) und die "Hörspiel-Galerie" (31.3.). ORF 1 zeigt am 1.4. um 9.20 Uhr den "Schatz im Silbersee".

"Ich hatte meine Sujets aus meinem eigenen Leben, aus dem Leben meiner Umgebung, meiner Heimat zu nehmen und konnte darum stets der Wahrheit gemäß behaupten, dass Alles, was ich erzähle, Selbsterlebtes und Miterlebtes sei. Aber ich musste diese Sujets hinaus in ferne Länder und zu fernen Völkern versetzen, um ihnen diejenige Wirkung zu verleihen, die sie in der heimatlichen Kleidung nicht besitzen", so der sächsische Webersohn Karl Friedrich May über seine Arbeitsweise. Mit weltweit über 200 Millionen verkauften Büchern zählt der Lehrer, Kleinkriminelle - wegen Diebstahls, Betrugs und Hochstapelei verbrachte er fast acht Jahre im Gefängnis -und Schöpfer unsterblicher Gestalten wie Winnetou, Old Shatterhand oder Kara Ben Nemsi zu den erfolgreichsten deutschen Schriftstellern aller Zeiten.

"Diagonal - zur Person Karl May" reist am 24. März "durchs wilde Fantasistan" (17.05 Uhr). In "Ex libris" spricht am 25. März Helmut Schmiedt über sein im C. H. Beck Verlag erschienenes Buch "Karl May oder Die Macht der Phantasie" (16.00 Uhr). Wer die Winnetou-Erzählungen oder den sogenannten "Orient-Zyklus" liest, kann sich mitunter des Eindrucks nicht erwehren, dass hier ein Missionar und nicht ein Abenteurer unterwegs ist. Und das war Karl May wohl auch - im Sinne eines überkonfessionellen Christentums. Als Karl May im Alter tatsächlich den Orient bereist hatte, schrieb er in seinem Spätwerk viel freundlicher über den Islam. "Die Sehnsucht nach dem Edelmenschen - Karl May und die Religion" lautet der Titel der "Motive" am 25. März (19.05 Uhr). Die "Tonspuren" am 26. März thematisieren "Old Shatterhand, das bin ich". Das von Eva Schobel gestaltete Feature zum 100. Todestag erzählt nicht nur die Geschichte des tragikomischen Lebens von Karl May, sondern lässt auch den österreichischen Schriftsteller Peter Henisch zu Wort kommen, der die Geschichte seiner Karl-May-Erfahrung erzählt (21.00 Uhr sowie in "Da capo" am 29. März um 16.00 Uhr).

Wenn Karl May und Franz Kafka einander zufällig auf einem Ozeandampfer nach Amerika treffen, wird daraus ein merkwürdiges Aufeinandertreffen zweier literarischer Genres, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten: Peter Henischs Hörspiel "Wunsch, Indianer zu werden oder Wie Franz Kafka Karl May traf und trotzdem nicht in Amerika landete" ist am 31. März in der "Hörspiel-Galerie" zu hören - mit Thomas Thieme, Cornelia Lippert, Hans Piesbergen. Regie: Götz Fritsch (14.00 Uhr). Das Programm von Ö1 ist im Detail abrufbar unter http://oe1.orf.at.

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