LH Dörfler reist nach Sarajewo - Ausbau der Beziehungen zu Bosnien Herzegowina

Treffen mit Premierminister sowie Besuch der EUFOR-Truppen im Camp Butmir

Klagenfurt (OTS/lpd) - Landeshauptmann Gerhard Dörfler wird am kommenden Donnerstag erneut nach Bosnien Herzegowina reisen, um die in den letzten beiden Jahren aufgebauten Kontakte zu hohen Entscheidungsträgern der Regierung weiter zu intensivieren. "Meine beiden Besuche in Sarajewo haben mir gezeigt, dass Kärnten in der Region nicht nur ausgesprochen willkommen ist, sondern dass es zukünftig auch möglich sein wird, unser Österreichisches Know How in die Region zu transferieren", kündigte Dörfler heute, Sonntag, an.

So soll es in den Bereichen Verwaltung, öffentliche Infrastruktur wie Kanal, Wasser, Entsorgung, Straßen- und Schienenbau sowie Energie einen regen Austausch zwischen den beiden Regionen geben. Das Engagement Kärntens in Bosnien Herzegowina wird auch seitens der Europäischen Union sehr begrüßt. EU-Erweiterungskommissar Stefan Füle wie auch Österreichs EU-Kommissar Johannes Hahn haben sich dafür ausgesprochen, dass die Kooperationsidee Kärntens mit Bosnien Herzegowina der Intention der EU entspreche, wonach wirtschaftlich starke Nachbarländer den schwächeren Regionen Hilfe und Unterstützung bei ihren Bemühungen leisten, um die EU-Kriterien zu erfüllen und EU-Mitglied zu werden.

Auf dem Programm der dreitägigen Reise stehen u.a. ein Treffen mit Bosniens-Premierminister Vjekoslav Bevanda, dem Premierminister des Kantons Sarajewo Fiket Music und Vertretern der Europäischen Kommission in Sarajewo, um die auch seitens des EU-Erweiterungskommissars Füle angestrebte Partnerschaft zwischen Kärnten und dem Kanton Sarajewo weiter auszubauen.

Außerdem fährt der Landeshauptmann ins Camp Butmir der EUFOR-Truppe, um die rund 60 österreichischen Soldaten, darunter auch viele Kärntner, zu besuchen. "Die Friedensmission der EUFOR-Truppen leistet großartige Arbeit und ihnen gebührt große Wertschätzung und Dankbarkeit. Es ist keine Selbstverständlichkeit mehr, die eigenen Familien zuhause zurück zu lassen und sich in den Einsatz des Friedens im Ausland zu stellen. Deshalb danke ich allen Kärntnerinnen und Kärntner, die sich im Ausland für den Frieden in der Welt einsetzen", erklärte Dörfler.

Kärnten setze mit dem Besuch in Bosnien-Herzegowina aber auch einen Friedensbeitrag im übergeordneten Sinn. "Nicht nur, dass wir die Region fachlich unterstützen. Nach dem Bosnien-Krieg haben viele Bosnier Schutz in Kärnten gesucht, und sind in unserem Bundesland geblieben und haben hier eine neue Heimat gefunden", resümierte Dörfler. In Kärnten leben derzeit rund 10.600 Bürger mit bosnischer Herkunft.

"Die Vergangenheit hat gezeigt, dass beide Völker zu einem guten Miteinander fähig sind. Dies kann als gute Basis für ein gedeihliches Miteinander auf wirtschaftlicher Ebene gesehen werden. Aber auch politisch ist im Verwaltungsbereich eine Hilfestellung Kärntens möglich, um gemeinsam mit der Region den Weg für eine gedeihliche Zukunft zu ebnen", blickt der Landeshauptmann zuversichtlich auf die bevorstehende Reise.
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