ORF III reist "7.915 km" durch die Wüsten Afrikas und zeigt die "Lange Nacht des kurzen Dokumentarfilms"

Am 19. März im Kultur- und Informations-Spartenkanal des ORF

Wien (OTS) - ORF III Kultur und Information widmet sich am Montag, dem 19. März 2012, anlässlich der Diagonale in Graz dem österreichischen Dokumentarfilm in all seinen Facetten und zeigt nach Nikolaus Geyerhalters Dokumentation "7.915 km" die "Lange Nacht des kurzen Dokumentarfilms" mit Highlights von u. a. Lisa Weber, Marco Antoniazzi, Maria Weber und Matthias van Baaren. Am 23. März folgt "Die lange Nacht des kurzen Films".

ORF-III-Programmschwerpunkt zur Diagonale 2012

Dokumentarfilme, Kurzfilme, Videoclips und Spielfilme: Hauptsache made in Austria. Vom 20. bis 25. März 2012 dreht sich in Graz alles um den heimischen Film. Bereits zum 15. Mal findet in der steirischen Landeshauptstadt die "Diagonale" statt. ORF III Kultur und Information nimmt das Festival des österreichischen Films zum Anlass und zeigt u.a. die "Lange Nacht des kurzen Dokumentarfilms".

Doku.Zeit "7.915 km" (20.15 Uhr)

Wenn Motorräder, Autos und Lkws durch die Wüsten und Dörfer Afrikas rasen und auf einer Strecke von 7.915 Kilometern Staubwolken hinterlassen, sind das die Spuren der "Rallye Dakar". Die berühmte Langstrecken-Wüstenrallye wird seit dem Jahr 1978 auf dem afrikanischen Kontinent ausgetragen und gilt als echtes Marathonrennen. Regisseur Nikolaus Geyrhalter richtet seinen Blick auf jene Seite des Spektakels, die im Geschwindigkeitsrausch unsichtbar bleibt. In seiner Dokumentation "7.915 km" stellt er die Menschen in den Mittelpunkt, denen man dort begegnet, und entdeckt in Marokko, der Sahara, Mauretanien, Mali und dem Senegal die vielfältige Gegenwart Afrikas. Ohne die ernüchternde Realität aus den Augen zu verlieren, entsteht auf diese Weise eine bildgewaltige Hommage an Menschlichkeit und Langsamkeit, die routinierte Wahrnehmungen infrage stellt und neue Blickwinkel eröffnet. Der Film zeigt u. a. ein marokkanisches Mädchen, das lächelnd ihr Ziegenkitz "Rallye" präsentiert, Soldaten in der Sahara, die seit Jahrzehnten ein Stück Wüste bewachen, einen mauretanischen Baggerfahrer sowie einen Kinobesitzer aus Mali.

"Die lange Nacht des kurzen Dokumentarfilms" (22.05 Uhr)

Ab 22.05 Uhr stellt ORF III Kultur und Information kurze Dokumentarfilme in den Mittelpunkt. "Die und der von da und dort" von Lisa Weber bietet um 22.05 Uhr Momentaufnahmen von Touristen, die im Wiener Prater das Riesenrad bestaunen, das Wiener Bermudadreieck gut finden, sich allerdings besseres Wetter wünschen. Die Filmemacherin ergänzt Fotos durch Hirngespinste und Erinnerungen und verleiht ihnen damit filmische Dimensionen.

Mit "Erinnerungen an die Stadt des Kindes" blickt Marco Antoniazzi um 22.15 Uhr auf die Wiener Stadt des Kindes zurück, die im Jahr 2002 geschlossen wurde, und lässt drei ehemalige Heimkinder aus dem Off erzählen. Martin Bruchs und Reinhilde Condins "home.movie" ist um 22.45 Uhr das Selbstporträt des an multipler Sklerose erkrankten Rollstuhlfahrers Martin Bruch, dessen Sicht auf die Dinge sich notgedrungen ändern musste: Innenraum ersetzt Außenraum, doch von Stillstand keine Spur.

In "Minot, North Dakota" lagern 150 Atomraketen aus der Zeit des Kalten Krieges. Davon erzählt um 23.00 Uhr Angelika Brudniaks und Cynthia Madanskys gleichnamiger Film. Die Bewohner der Stadt schildern ihren Alltag, geprägt von Paranoia, Rassismus und Überwachung. Eine berührende "Nairobi Love Story" über ein ungleiches Paar und deren Sehnsucht nach mehr als einem Treffen pro Woche erzählt Maria Weber um 23.20 Uhr.

Ascan Breuer begleitet um 0.10 Uhr in "Teheran - Lost & Found" seine Frau Ariane in jene Stadt zurück, in der ihre Familie bis kurz vor der Islamischen Revolution gelebt hat. Eine noch lange nicht abgeschlossene Spurensuche inmitten einer widersprüchlichen Metropole. Im Mittelpunkt von Matthias van Baarens Kurzdoku "Die Falten des Königs" stehen um 0.30 Uhr zwei Simultandolmetscher und deren Philosophie. Im schlichten Ambiente einer kleinen Konferenzkabine präsentieren sie Kunst und Technik ihrer Profession.

Abgerundet wird die "Lange Nacht des kurzen Dokumentarfilms" von der Routine der Wiederholung. Miriam Bajtala nimmt um 1.05 Uhr vier Vereine in vier Ortschaften unter die Lupe und beeinflusst durch ihre Anwesenheit die ansonsten so verinnerlichten Abläufe. "Die Übung" wird zur Selbstdarstellung. Der Film entpuppt sich als hybride Form:
scheinbar dokumentarisch, aber doch inszeniert.

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