GPA-djp zu KV-Verhandlungen Finance: Enttäuschendes Verhalten der Arbeitgeber

Ab Freitag österreichweit Betriebsversammlungen, Protest- und Kampfmaßnahmen werden vorbereitet

Wien (OTS/ÖGB) - "Das Angebot der Arbeitgeber ist inakzeptabel.
Den Beschäftigten im Finanzsektor steht eine nettoreale Gehaltserhöhung zu, die innerhalb der Bandbreite vergleichbarer Branchen liegt. Schließlich sollten gerade die Bankmanager wissen, dass die Kaufkraft der Finance-Beschäftigten in schwierigen Zeiten ein wichtiger Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung ist", erklärt Karl Proyer, stellvertretender Bundesgeschäftsführer der GPA-djp zu den bislang ergebnislosen KV-Verhandlungen im Finance-Sektor.

Nach mehr als zehn Stunden mussten die Verhandlungen für die rund 80.000 Beschäftigten im österreichischen Finanzsektor heute gegen 02:00 Uhr früh in der 6. Runde ergebnislos abgebrochen werden. Einen weiteren Verhandlungstermin gibt es nicht. Am Freitag, dem 16. März und am Montag, dem 19.März finden österreichweite Betriebsversammlungen statt. Weitere Aktionen sind in Planung, der Streikbeschluss der GPA-djp und des ÖGB ist weiterhin aufrecht.

"Die Arbeitgeber waren - allen Beteuerungen im Vorfeld zum Trotz -nicht bereit, selbst bei den mittleren Gehältern, mehr als die Inflationsrate abzugelten. Zusätzlich haben sie ihr Angebot mit einem niedrigen Deckel limitiert. Das hätte für die meisten Beschäftigten einen Reallohnverlust bedeutet. Das ist für uns völlig inakzeptabel", bewertet Wolfgang Heinzl, GPA-djp Verhandlungsleiter und Betriebsratsvorsitzender der Bank Austria, die gestrige Verhandlung.

Das vorliegende Arbeitgeber-Angebot liegt bei 3,3 Prozent linear mit einem Deckel von 133 Euro. Auch bei der Anrechnung der Karenzzeiten gab es keine Bereitschaft zu substantiellen Zugeständnissen. Das Angebot wurde einstimmig abgelehnt.

"Wir werden die Forderungen der Beschäftigten mit allen gewerkschaftlichen Maßnahmen und Aktionen unterstützen Am Freitag und Montag werden in ganz Österreich Betriebsversammlungen einberufen. Weitere Aktionen und Maßnahmen sind in Vorbereitung.

Wer sich auf die Sozialpartnerschaft beruft, der soll sie auch entsprechend pflegen und Beiträge leisten und nicht die Beschäftigten bei der erstbesten Gelegenheit im Regen stehen lassen", so Proyer in Anspielung auf die jüngsten Äußerungen von Sparkassen-Generalsekretär Ikrath.

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