Lueger: Für ein echtes Vier-Augen-Prinzip in der Jugendwohlfahrt

SPÖ-Kinder und Jugendsprecherin begrüßt verbessertes Angebot an die Bundesländer für Kinder- und Jugendhilfegesetz

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Kinder- und Jugendsprecherin Angela Lueger begrüßt die Aufstockung der Mittel für die Bundesländer für ein neues Bundes-Kinder- und Jugendhilfegesetz durch den Familienminister. "Ich begrüße es, dass der Familienminister noch einmal einen Versuch unternimmt, alle Bundesländer für ein neues Kinder- und Jugendhilfegesetz ins Boot zu holen. Dieses Gesetz wird schon lange verhandelt, ich hoffe, dass diese wichtige Maßnahme für mehr Kinderschutz in Österreich nun wirklich noch vor dem Sommer verabschiedet werden kann", sagte Lueger heute, Mittwoch, gegenüber dem SPÖ-Pressedienst, die vor allem die Bedeutung eines echten Vier-Augenprinzips bei der Gefährdungsabklärung betonte. ****

Das Vier-Augen-Prinzip bei der Gefährdungsabklärung sei wesentlich für die Einschätzung der Gefahrenlage, führte die SPÖ-Abgeordnete weiter aus. "Es geht um die Sicherheit der Kinder und Jugendlichen und deshalb brauchen wir bundeseinheitliche Qualitätsstandards auf höchstem Niveau." Daher sei es auch nicht verständlich, dass der derzeitige Entwurf für ein Kinder- und Jugendhilfegesetz dieses Vier-Augen-Prinzip nur "erforderlichenfalls" vorsehe und nicht zumindest wie im ursprünglichen Entwurf "tunlichst", führte Lueger weiter aus. Darüber hinaus sollte der Gesetzesentwurf auch ein effizientes Kinderrechtemonitoring beinhalten, forderte Lueger, auch die Begutachtung gelte es abzuwarten. "Die Bedenken und Anregungen aus dem Begutachtungsverfahren sind jedenfalls ernst zu nehmen", so Lueger.

Grundsätzlich jedoch seien Impulse für einheitliche Standards von sozialpädagogischen Einrichtungen und Ausbildungen ein Schritt in die richtige Richtung, erläuterte die SPÖ-Kinder- und Jugendsprecherin. "Je stärker bundeseinheitliche Kriterien definiert sind, desto besser ist es für die Qualität der Jugendwohlfahrt und somit für die Kinder. Außerdem führen hohe einheitliche Qualitätsstandards zu wesentlichen Verbesserungen für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die in der Jugendwohlfahrt beschäftigt sind", so Lueger. Nun gelte es auch in anderen Bereichen der Kinder- und Jugendpolitik Fortschritte zu machen. "Wir brauchen zum Beispiel, wie von diesen auch selbst gefordert, dringend eine bundesweite Regelung für die Kinder- und Jugendanwaltschaften", fordert Lueger. (Schluss) sv/sas/mp

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