Grüne Niederösterreich: Gemeinden können sich Syntegration sparen

Finanzsprecherin Krismer zu Selbstlob Sobotkas: "Deals mit Privatfirma gehen auf Kosten der Gemeinden"

St. Pölten (OTS) - "Syntegration" ist eine eingetragene Methode
der Schweizer Firma Malik, die den Gemeinden das Sparen lehren will. Stolz präsentierte der Finanzjongleur VP-Landesrat Wolfgang Sobotka heute seine Ergebnisse aus den Pilotgemeinden Tulln und Korneuburg. Sobotkas Aussage, Syntegration trage zur "nachhaltigen Sanierung von Gemeindefinanzen" bei, stößt bei der Grünen Finanzsprecherin Helga Krismer einmal mehr auf große Verwunderung: "Von diesem Deal profitiert vermutlich vor allem das Unternehmen Malik selbst. Für die Gemeinden gäbe es deutlich kostengünstigere Sparmöglichkeiten - von Nachhaltigkeit ist bei diesem angeblichen 'Wunderkonzept' nichts zu spüren. Wirklich sparen könnten Gemeinden, indem sie auf Syntegration verzichten!" Immerhin mussten die Pilotgemeinden Tulln und Korneuburg einen Beitrag von jeweils 100.000 Euro zahlen, um überhaupt teilnehmen zu können. "Gemeinden könnten sich etwa durch fachliche Beratungen beim kommunalen Dokumentationszentrum beim Sparen 'helfen' lassen. Hausverstand und Vernunft, aber auch Strukturreformen innerhalb der Gemeinde, sind hier viel eher gefragt als komplizierte Finanzgeschäfte", rät die Grüne Finanzsprecherin Helga Krismer abschließend.

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