Schülerunion: Bildungsverlierer - Wir wollen keine werden

Initiative erhält vielfältige Unterstützung aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft

Wien, 14. März 2012 (OTS) - Heute, Mittwoch, präsentierte die Schülerunion ihre neue Initiative "Bildungsverlierer - Wir wollen keine werden". Damit will man in ganz Österreich eine Debatte rund um die Inhalte in der Schule auslösen und Reformen im Klassenzimmer anregen. Aufhänger ist ein selbst produziertes Video, das das Leben eines jungen Mannes zeigt, der auf die schiefe Bahn geraten ist. Im Laufe des Videos wird klar, dass sich für ihn schon in der Schulzeit vieles entschieden hat - nie wurden seine Talente erkannt. Er musste stets auswendig lernen und den starren Strukturen entsprechen. ****

"Wir wollen in zehn Jahren keine Bildungsverlierer haben und präsentieren deshalb Ideen für unsere Schulen, die sofort und ohne Strukturreformen umgesetzt werden können! Viele gute Ideen sind auch jetzt schon da, aber noch lange nicht in jedem Klassenzimmer angekommen", sagt Jim Lefebre, Bundesobmann der Schülerunion, zu Beginn der Pressekonferenz.

"Ein Klassenvorstand ist derzeit eine Ansprechperson für Probleme, Wünsche und Anregungen aber vor allem für organisatorische Fragen zuständig. Leider vermitteln Klassenvorstände oft das Bild des 'Bösen', weil sie sich meist erst dann einbringen, wenn gravierende Probleme mit anderen Lehrpersonen, Mitschülern oder der Direktion anstehen. Der sogenannte Klassenmanager soll sich mehr mit seinen Schülern auseinandersetzen. Dabei geht es vor allem um den Fortschritt seiner Klasse und die Förderung individueller Talente", erläutert Lefebre eine Idee der Schülerunion weiter.

Die Schüler wollen, dass man in der Schule lernt, sich selbst einzuschätzen. "Um das zu können, ist der Abgleich von Selbstbild und Fremdbild eine gute Möglichkeit. Innerhalb des Klassenverbandes sollen sich Schüler gegenseitig ihr Bild voneinander vermitteln", schlägt die Schülerunion vor. "Wichtig ist uns dabei, dass Lehrer eine professionelle Ausbildung in diesem Bereich erhalten um solche Prozesse begleiten zu können", bekräftigt Bundesschulsprecherin Conny Kolmann den Vorschlag der Schülerunion.

Ein breites Angebot an unverbindlichen Übungen hilft, Talente in der Schule zu fördern. Oft kommen sie aber aufgrund von zu wenigen Anmeldungen nicht zustande. "Wir wünschen uns daher ein schulübergreifendes Angebot, was bedeutet, dass jeder Schüler an jeder Schule in Österreich eine unverbindliche Übung besuchen kann. Damit die Förderung in diesem speziellen Bereich nach der Schule nicht zu Ende ist, könnte man Vereine in Übungen integrieren", so Lefebre. "Auch Schüler sollen für andere Schüler Freifächer anbieten können. Wichtig ist uns dabei, dass man ihnen die entsprechenden Ressourcen zur Verfügung stellt und freiwilliges Engagement nicht einschränkt", bekräftigt die Bundesschulsprecherin die Idee für einen besseren Schulerfolg ohne Strukturreformen.

"Vorhandenes Engagement von Lehrern und Schülern soll endlich gefördert werden. Gute Projekte werden oft im Keim erstickt und nicht gefördert weil sich niemand für sie verantwortlich fühlt. Die Schüler liefern hier tolle Ansätze für ein besseres Schulwesen ohne Strukturdebatten. Ich wünsche mir, dass diese Ideen auch jedes Klassenzimmer erreichen und somit jedem Schüler etwas bringen", sagt der Bundeselternvertreter Helmut Lankisch und unterstützt damit die Initiative der Schülerunion.

Die Schülerunion ist mit über 30 000 Mitgliedern die größte Organisation für Österreichs Schüler. Neben ihrer Arbeit direkt an den Schulen setzt sich die Schülerunion auch auf Landes- und Bundesebene für die Interessen der Schüler ein. Derzeit hält sie in der Bundesschülervertretung 23 von 29 Mandaten.

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