Stöger: Zentrale Herausforderungen im Lebensmittelbereich sind gesunde Ernährung, Transparenz und effiziente Lebensmittelkontrollen

Neue Verbraucherinformationsverordnung und Lebensmittelsicherheitsbericht bringen mehr Transparenz für Konsumenten

Wien (OTS/SK) - "Die zentralen Herausforderungen im Lebensmittelbereich liegen besonders bei Fragen der gesunden Ernährung und in diesem Zusammenhang auch bei Transparenz und einer effizienten Kontrolle der Sicherheit von Nahrungsmitteln." Das betonte Gesundheitsminister Alois Stöger am Dienstagabend im Rahmen einer Podiumsdiskussion zum Thema "Lebensmittel im Wandel" des BSA (Bund sozialdemokratischer AkademikerInnen, Intellektueller und KünstlerInnen). Zum Thema gesunde Ernährung hat der Minister u.a. den Nationalen Aktionsplan Ernährung NAP.e initiiert. "Der NAP.e wurde von zahlreichen Expertinnen und Experten erarbeitet und enthält über 300 Maßnahmen, die dazu beitragen sollen, dass sich die Menschen in Österreich gesünder ernähren - etwa, indem der Zugang zu gesünderen Alternativen erleichtert und Rezepturen von Lebensmitteln geändert werden", sagte der Minister. ****

Ein Beispiel für die vielen Maßnahmen für ein gesünderes Essen ist die "Initiative Schulbuffet", bei der mobile Beraterteams in die Schulen kommen und dort helfen, das Angebot gesünder zu gestalten oder die Vereinbarung mit Bäckereien, dass diese schrittweise den Salzgehalt im Brot senken.

"Wer gesünder essen will, muss auch wissen, wie viel Fett, Zucker oder Salz in den Lebensmitteln drinnen ist. Dafür müssen diese Bestandteile verarbeiteter Nahrungsmittel auch klar gekennzeichnet sein. Dazu wird die neue Verbraucherinformationsverordnung entscheidend beitragen", erklärte der Minister. Nährwerttabellen werden auf allen Lebensmitteln verpflichtend, und zwar in einer lesbaren Schriftgröße. "Angebot und Erkennbarkeit von gesünderen Alternativen verbessern - beides ist notwendig, um die gesunde Wahl zur leichteren zu machen." Konkret bringt die Verordnung neben einer Mindestschriftgröße und zwingenden Kalorien- und Nährwertangaben auch Neuerungen bei der Kennzeichnung der Herkunft, von Imitaten und Allergenen. Die Bestimmungen müssen in spätestens fünf Jahren EU-weit angewendet werden.

Gesundheitsminister Alois Stöger hat außerdem einen Lebensmittelsicherheitsbericht eingeführt. Dieser bietet einen Überblick über Daten, die österreichweit im Rahmen der Überwachung nach dem Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz erhoben werden. "Der Lebensmittelsicherheitsbericht leistet einen wichtigen Beitrag zur transparenten Information für Konsumentinnen und Konsumenten und dient auch als Nachschlagewerk für alle Interessierten", sagte Stöger.

Bei der Diskussionsveranstaltung wurden auch Impulsreferate von Rudolf Berger, Geschäftsführer von Fleischwaren Berger, Gerhard Ströck von Ströck-Brot, Heinz Schöffl von der Abteilung Konsumentenpolitik in der AK Wien, Senatsrätin Maria Safer, Leiterin der Lebensmitteluntersuchungsanstalt der Stadt Wien, sowie von Gerhard Aigner, Leiter der Sektion II (Recht und gesundheitlicher Verbraucherschutz im Gesundheitsministerium), gehalten. Moderiert wurde die Veranstaltung von Josef Broukal.

Die Diskussionsveranstaltung war der Auftakt zur Reihe "Öffentliche Themenschwerpunkte" der Maturantinnen und Maturanten im BSA und wurde gemeinsam mit den BSA-Tierärztinnen und -ärzten veranstaltet. (Schluss) bj/mb

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