30 Jahre Film/Fernseh-Abkommen: 483 Kinofilme mit ORF-Beteiligung

Diagonale vom 20. bis 25. März 2012

Wien (OTS) - 30 Jahre, 483 Filme und 133 Millionen Euro. Seit 30 Jahren sichert der ORF als verlässlicher Partner den Filmstandort Österreich. Das Film/Fernseh-Abkommen besteht seit Oktober 1981. Es ist ein Vertrag zwischen dem ORF und dem Österreichischen Filminstitut zur Unterstützung des österreichischen Kinofilms. Seit 1981 wurden vom ORF rund 133 Millionen Euro in den heimischen Kinofilm gesteckt. Im Jahr 2011 wurde das Film/Fernseh-Abkommen vertraglich neu geregelt und läuft bis Ende 2013. Als jährliche Werkschau des österreichischen Films präsentiert sich die Diagonale vom 20. bis 25. März 2012 in Graz. Diesmal laufen 25 Projekte, unter anderem "Spanien" als Diagonale-Eröffnungsfilm, die vom ORF im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens unterstützt wurden.

ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz: "Der nationale und internationale Erfolgslauf österreichischer Kinofilme hebt einmal mehr die Rolle des ORF als zentrale Finanzierungsquelle des heimischen Films hervor und würdigt die herausragende Leistung der österreichischen Filmschaffenden. Der ORF sieht es als eine der wesentlichen öffentlich-rechtlichen Aufgaben, die heimische Filmwirtschaft zu unterstützen und in rot-weiß-rotes Programm zu investieren."

ORF-Fernsehdirektorin Mag. Kathrin Zechner: "Der österreichische Film und der ORF, das sind zwei, die einander brauchen, einander suchen und einander seit vielen Jahren erfolgreich finden. Filmemachen ist Leidenschaft, Fernsehmachen ist Leidenschaft. Wenn diese für die Zuseherinnen und Zuseher in den Kinos und zu Hause gleichermaßen spürbar wird, dann profitieren alle Beteiligten in künstlerischer wie in finanzieller Hinsicht. Diesen Weg gilt es weiterhin gemeinsam zu gehen."

Jährlich rund acht Millionen Euro für heimische Kinoproduktionen

Seit 2010 werden vom ORF jährlich rund acht Millionen Euro für das Film/Fernseh-Abkommen zur Verfügung gestellt. Die Höhe der jährlichen Zuwendungen hat sich in den vergangenen Jahren enorm gesteigert. Betrug die Kofinanzierung von österreichischen Kinofilmen durch den ORF in den Jahren 1981 bis 1987 noch rund 20 Millionen Schilling jährlich (1,45 Millionen Euro), so hat sich der jährliche ORF-Finanzierungsbeitrag binnen der vergangenen 30 Jahre mehr als verfünffacht. Gemeinsam mit dem Österreichischen Filminstitut und dem Filmfonds Wien ist der ORF eine zentrale Finanzierungsquelle für den österreichischen Kinofilm.

Der ORF unterstützt 30 bis 40 Kinoprojekte jährlich

Pro Jahr werden rund 120 Anträge an das Film/Fernseh-Abkommen gestellt. Zwischen 30 und 40 Projekte werden in der Regel mitfinanziert. Die Anzahl der Filme, an denen der ORF im Rahmen des Abkommens beteiligt ist, hat sich seit 1981 enorm gesteigert.

150. Sitzung der Gemeinsamen Kommission von ORF und Österreichischem Filminstitut am 28. April 2012

Die Gemeinsame Kommission, die sich aus jeweils drei Vertretern von ORF und Filminstitut zusammensetzt, tagt viermal jährlich und entscheidet nach im Film/Fernseh-Abkommen geregelten Vergabekriterien. Seitens ORF gehören der Kommission an:
ORF-Fernsehdirektorin Mag. Kathrin Zechner, Fernsehfilmchef Dr. Heinrich Mis und Mag. Margit Maier, die in der Abteilung Programmeinkauf und Rechtemanagement für die Abwicklung von Auftragsproduktionen und das Film/Fernseh-Abkommen zuständig ist. Aktuell sind für die 150. Sitzung der gemeinsamen Kommission des Film/Fernseh-Abkommens am 12. April 2012 28 Projekte - 15 Spielfilme, neun Dokumentarfilme und vier Projekte im Rahmen der Innovationsförderung - eingereicht.

Bevor die Einreichungen der Gemeinsamen Kommission vorgelegt werden, werden sie bereits von einer Auswahlkommission des Filminstituts, die aus Branchenmitgliedern besteht, geprüft und selektiert. Als Hauptkriterium gilt, dass Filme mitfinanziert werden, die kinotauglich sind und eine Förderungszusage des Filminstituts besitzen. Filme, die speziell und typisch zur Fernsehausstrahlung und nicht zur Auswertung im Kino geeignet sind, entsprechen nicht den Vergaberichtlinien und sind daher nicht Gegenstand der Mitfinanzierung. Darüber hinaus vergibt die Gemeinsame Kommission auch Mittel im Rahmen eines Nachwuchs- und Innovationsfonds ("Innovationstopf"). Diese Mittel (rund zehn Prozent des jährlichen Budgets) werden zur besonderen Unterstützung des Nachwuchsfilms, des Films mit Innovationscharakter, des Kurzfilms und des Dokumentarfilms - abseits der kommerziellen Verwertungsschienen - verwendet. Aufgrund seiner Finanzierungsbeteiligung im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens erhält der ORF das Recht, die geförderten Filme nach Ablauf der jeweiligen Kinoschutzfrist für das Gebiet Österreich, einschließlich Südtirol, fernsehmäßig zu nutzen.

25 ORF-Kinoproduktionen auf der Diagonale 2012

Der ORF ist Partner des Filmfestivals Diagonale, der jährlichen Werkschau des österreichischen Films. Vom 20. bis 25. März steht Graz ganz im Zeichen des österreichischen Films. Insgesamt 25 Produktionen, die vom ORF im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens präsentiert werden, sind auf der Diagonale zu sehen.

Diagonale-Filmproduktionen mit ORF-Beteiligung

Spielfilme:

"Am Ende des Tages": Regie: Peter Payer
"Anfang 80": Regie: Sabine Hiebler und Gerhard Ertl
"Atmen": Regie: Karl Markovics
"Aun": Regie: Edgar Honetschläger
"Barylli's Baked Beans": Regie: Gabriel Barylli
"Brand": Regie: Thomas Roth
"Der Prozess": Regie: Gerald Igor Hauzenberger
"du und ich": Regie: Ruth Rieser
"Kuma": Regie: Umut Dag
"Michael": Regie: Markus Schleinzer
"Spanien": Regie: Anja Salomonowitz
"Stillleben": Regie: Sebastian Meise
"Tabu - Es ist die Seele ein fremdes auf Erden": Regie: Christoph Stark
"Wie man leben soll": Regie: David Schalko

Dokumentarfilme:

"American Passages": Regie: Ruth Beckermann
"Bulb Fiction": Regie: Christoph Mayr
"Donauspital": Regie: Nikolaus Geyrhalter
"Evolution der Gewalt": Regie: Fritz Ofner
"Griffen - Auf den Spuren von Peter Handke": Regie: Bernd Liepold-Mosser
"Ibiza Occident": Regie: Günter Schwaiger
"Low Definition Control (Malfunctions #0"): Regie: Michael Palm
"Nr. 7": Regie: Michael Schindegger
"Outing": Regie: Sebastian Meise und Thomas Reider
"Sommer 1972": Regie: Wilma Calisir
"Stoff der Heimat": Regie: Othmar Schmiderer
"The Future's Past - Creating Cambodia": Regie: Susanne Brandstätter "What Is Love": Regie: Ruth Mader
"Whores' Glory": Regie: Michael Glawogger

Außerdem präsentiert der ORF im Rahmen der Diagonale den "dok.film:
Donauspital" von Nikolaus Geyrhalter, der am Sonntag, dem 25. März, um 23.05 in ORF 2 Premiere feiert.

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