"A Natural History of Evil" - Simon Wiesenthal Lecture am 22. März 2012

Vortrag von Zygmunt Bauman

Wien (OTS) - Zwischen 100 und 160 Millionen Zivilisten sind in den 36.525 Tagen des 20. Jahrhunderts bei Massenmorden, Gemetzeln und Massakern ums Leben gekommen - das entspricht einem Durchschnitt von mehr als 3.000 unschuldigen Toten täglich.

Im neuen Jahrtausend haben Ermordungen jedoch nicht nachgelassen:
Statistisch ausgedrückt war auch der 11. September nur ein ganz gewöhnlicher Tag.

In seinem in englischer Sprache gehaltenen Vortrag wird Zygmunt Bauman Bemühungen skizzieren und analysieren, mit denen man jene Rätsel zu lösen versucht, die Ethikern vielleicht mehr als anderen schlaflose Nächte bereiten: das Rätsel des unde malum (Woher kommt das Böse?) und besonders die Frage "Wie werden Menschen böse?". Die Letztere bezieht sich vereinfacht gesagt auf das Geheimnis der Wandlung von verantwortungsvollen Familienmenschen und freundlichen sowie gütigen Nachbarn zu Monstern.

Zygmunt Bauman, 1925 in Polen geborener Soziologe, verließ das Land infolge einer antisemitischen Kampagne im Jahre 1968 und wurde Professor der Soziologie an der Universität Leeds in Großbritannien. Seitdem war er als Hochschullehrer auch an zahlreichen anderen Universitäten wie Berkeley, Yale, St. John's und Kopenhagen tätig. Bauman wurde vor allem aufgrund seiner Analyse der Zusammenhänge zwischen Moderne und Holocaust sowie der Ambivalenz der Moderne, der Postmoderne und der Konsumgesellschaft, bekannt.

Simon Wiesenthal Lecture - Zygmunt Bauman (University of Leeds): "A
Natural History of Evil"


freier Eintritt
www.vwi.ac.at

Datum: 22.3.2012, um 18:30 Uhr

Ort:
Dachfoyer des Haus-, Hof- und Staatsarchivs
Minoritenplatz 1, 1010 Wien

Rückfragen & Kontakt:

Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI)
Dr. Béla Rásky
Tel.: +43-1-890 15 14
office@vwi.ac.at

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