FPÖ-Karlsböck: Turnusärzte sind keine Sekretärinnen

OGM-Umfrage zeigt bedenklichen Einsatz von Jungärzten

Wien (OTS) - Laut aktueller OGM-Studie würden rund 40 Prozent der Arbeitszeit von Turnusärzten auf Patientendokumentationen, Administration und bürokratische Tätigkeiten fallen und nur zehn Prozent der Zeit auf die ärztliche Ausbildung bzw. 37 Prozent auf Betreuung und Behandlung von Patienten, kritisierte der freiheitliche Ärztesprecher NAbg. Dr. Andreas Karlsböck. "Turnusärzte sind keine Sekretärinnen", forderte Karlsböck eine Reform der Ärzteausbildung und eine Entlastung der Jungärzte von bürokratischen Aufgaben.

Es sei verlockend für das Spitalsmanagement die ungeliebten administrativen Aufgaben an junge Kolleginnen und Kollegen abzuschieben. Der Ausbildung sei dies jedoch nicht sehr dienlich, betonte Karlsböck, der den Frust der Jungärzte nachvollziehen kann. Hier, so Karlsböck, müsse generell umgedacht und umstrukturiert werden. In Zeiten knapper Ressourcen müsse man neue Wege gehen. So könne sich er, Karlsböck, durchaus vorstellen, statt die wertvolle Arbeitszeit eines teuren Arztes für administrative Aufgaben zu verschwenden, sattdessen eine eigene Position dafür zu schaffen.

Dadurch sei gewährleistet, dass sich die Ärzte besser und intensiver um ihre Patienten kümmern könnten und nicht durch den Bürokratiedruck weiteren Belastungen ausgesetzt seien, betonte Karlsböck. "Turnusärzte müssen lernen mit Patienten umzugehen und nicht, wie man Formblatt 47a korrekt ablegt", so Karlsböck der hier dringenden Handlungsbedarf im Spitalsmanagement sieht.

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