AK zum Weltverbrauchertrag: Immer Ärger mit dem Handwerker, Vermieter & Co 1

2011 gab es rund 395.000 KonsumentInnen-Beratungen in den Arbeiterkammern

Wien (OTS) - Aufreger Handwerker, Kostenfalle Handy, zu hohe
Mieten. "Wir kennen die Sorgen und Nöte der Konsumentinnen und Konsumenten aus unserer Beratung. 2011 suchten rund 395.000 Menschen in den Arbeiterkammern Rat und Hilfe", zieht Gabriele Zgubic, Leiterin der AK Konsumentenpolitik Wien, Bilanz anlässlich des Weltverbrauchertages morgen, Donnerstag. Vor allem Vertragsprobleme mit Handwerkern und Dienstleistern erregten die VerbraucherInnen. Aber sie kämpften auch mit der Miete, dem Handyanbieter oder ihrer Versicherung. Erfreulich: Die KonsumentInnen klicken bei Preisvergleichen gerne auf die AK Tarifrechner.

Jede/r vierte Konsument/in musste sich mit Vertragsproblemen mit Handwerkern oder anderen Dienstleistern herumschlagen oder regte sich beim Einkaufen auf. Er/Sie brauchte Hilfe, etwa bei Fragen zur Gewährleistung, Garantie oder Lieferverzug.

Rund 80.000 suchten Rat in Sachen Wohn- und Mietrecht. Die Anfragen betrafen vor allem die Erhaltungspflichten bei Mietwohnungen, die noch immer nicht mieterfreundlich und gesetzlich klar geregelt sind. Auch Abrechnungen der Betriebskosten "fuchsten" die KonsumentInnen genauso wie die unbestimmten, unklaren Richtwertmieten.

Probleme mit Anbietern von Telekommunikationsdiensten (rund 42.000 Anfragen) und mit Finanzdienstleistern und Versicherungen (rund 60.000 Anfragen) veranlassten die KonsumentInnen ebenfalls, in der AK nachzufragen. Dauerbrenner waren hohe Handyrechnungen durch Datendownloads. "Mehr Schutz gibt es ab Mai für die Verbraucher", betont Zgubic. "Wir haben eine wirksame Kostenbremse bei 60 Euro gefordert und durchgesetzt." Viele Fragen zu Versicherungen betreffen Prämienerhöhungen, Leistungen und, bei Lebensversicherungen, die Rendite.

Ein großer Brocken ist nach wie vor die Internetabzocke - also vermeintliche Gratis-Angebote im Internet. Obwohl es hier einen Rückgang gab, tappten immer noch rund 30.000 AnruferInnen in die Kostenfallen. Daneben lauern zahlreiche andere Betrüger im Internet, etwa bei privaten Tauschplattformen, Phishing, um Kontodaten auszuspionieren, vermeintliche Wohnungsangebote oder Erbschaften mit Vorauszahlungsforderungen.

Unerwünschte Werbeanrufe, sogenanntes Cold Calling, Kredite, speziell Fremdwäh-rungskredite, waren 2011 ebenso ein Thema wie Anfragen zur Einlagensicherung, zu Veranlagungsprodukten sowie zu Kreditvermittlern und Finanzsanierern, unter denen viele Betrüger zu finden sind. Hier geht es oft nur um Abzocke durch Mehrwertnummern, indem ein Anrufer so lange wie möglich am Telefon gehalten wird -meist ohne Ergebnis - dafür mit hoher Telefonrechnung..

Besonders erfreulich: Mehr als 530.000 KonsumentInnen griffen auf den AK-Bankenrechner zu, rund 55.000 auf die Handy-Tarifrechner. (Forts.)

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