LR Ragger: Fahrplan für Modell Kärnten in der Behindertenhilfe

Morgige Enquete als Startschuss für Aufbau landesweiter Inklusionszentren

Klagenfurt (OTS/LPD) - "Kärnten sollte das erste Bundesland sein, in dem die UN-Behindertenkonvention mit einer wohnortnahen schulischen Integration von beeinträchtigten Kindern flächendeckend umgesetzt wird". So lautet das Ziel des Kärntner Sozialreferenten LR Christian Ragger. Morgen, Donnerstag, solle die Enquete zu diesem Thema, welche der Kärntner Landtag unter dem Titel "Politik mit Menschen für Behinderung" auf seine Initiative hin organisiert hat, ein Starschuss dafür sein.

Österreich hat 2008 das Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen der Vereinten Nationen (UN-Behindertenrechtskonvention) ratifiziert. In diesem finden sich im Artikel 24 relevante Aussagen zum Bereich "Inklusive Bildung". Diese erfordern eine grundlegende Neuorientierung der Bildungspolitik. In Kärnten ergibt sich diese Notwendigkeit im Zusammenhang mit dem sonderpädagogischen Zentrum.

Ragger ist klar, dass die Änderung, weg von einer hochgeschätzten zentralen Einrichtung hin zu mehreren kleineren dezentralen und ebenso hochqualifizierten Angeboten bei betroffenen Eltern Sorgen auslösen kann. "Ich hoffe, dass diese Eltern die Enquete nutzen, um diese Probleme mit den Experten zu diskutieren." Dass dieser Weg richtig und im Sinne der Kinder ist, aber gleichzeitig Widerstände auslösen kann, darüber wird der Tiroler Sonderpädagoge Roland Astl berichten. Er steht hinter dem über mehrere Jahre erarbeiteten Konzept im Bezirk Reutte in Tirol, das als Vorbild für gelungene Inklusion gilt.

Die Umsetzung der regionalen Inklusionszentren wird laut Ragger systemisch geplant werden. Auf die Auswahl regionaler Schulstandorte (regionale Inklusionszentren), die räumlich und personell adäquate Rahmenbedingungen aufweisen, d.h. Kleinklassen für 5-7 Kinder, Doppelbesetzung im Unterricht, gleiche Rahmenbedingungen für die Nachmittagsbetreuung, Installierung eines mobilen therapeutischen Dienstes, wird besonderes Augenmerk gelegt. Damit soll gewährleistet werden, dass das so geschätzte Leistungsangebot des bfz auch an allen zukünftigen Standorten beibehalten wird.

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