VP-Wien: Fukushima verpflichtet zu verstärkten Anstrengungen Wiens Energieerzeugung zu ökologisieren

Wien (OTS) - "Die Bilanz der Wiener rot-grünen Stadtregierung ein Jahr nach Fukushima ist leider mehr eine Liste von "was müssen andere machen" als eine Aufzählung konkret umgesetzter, umwelt- und stadtaußenpolitischer Initiativen, die den Nachbarregionen beim Atomausstieg helfen, oder mit denen Wien verstärkt auf die Energieversorgung mit Erneuerbaren Energien setzt." Dies sagten heute VP-Umweltsprecherin Karin Holdhaus und VP-Verkehrssprecher Roman Stiftner.

Bisher habe die Stadtregierung Fukushima lediglich zum Anlass genommen, um bei Atomgipfeln medienwirksame Resolutionen zu beschließen. Konkrete Initiativen als Initialzündung für Partnerstädte in der Nähe Wiens, um vom Atomstrom loszukommen, und so ein "Aus für Mochovce"realistisch zu machen, laufen derzeit so gut wie keine, betonten die beiden ÖVP-Politiker. Es genüge eben nicht, der Bundesregierung thematische Vorgaben zu machen, die Stadt Wien müsse selber Ausstiegsprojekte gemeinsam mit den Nachbarregionen entwickeln und sollte auch direkte Hilfestellung gewähren. "Wenn der Stadt Wien die Atomenergiefreiheit ein wirkliches Anliegen ist, dann müsste sich dies in solchen Projekten niederschlagen", betont Holdhaus in diesem Zusammenhang.

Für Roman Stiftner mangelt es derzeit in der Stadt Wien nach wie vor an der Bereitschaft, die Energieversorgung Wiens stärker auf erneuerbare Energien umzustellen. "Solange dies nicht der Fall ist, und es nur Lippenbekenntnisse zur einer ökologischen Energiewende gibt, hat die Stadt Wien auch nicht das Recht auf jene Städte in unserer Nachbarschaft herablassend herunterzuschauen, die vom Atomstrom leider immer noch abhängig sind", so Stiftner.

Die Vorbildwirkung Wiens als Stadt der erneuerbaren Energie als mitteleuropäisches Zukunftsmodell fehle derzeit noch weitgehend. Vor allem die Chancen der Solarenergie werden von der Stadtregierung nicht nutzbar gemacht, da die Förderungen unzureichend und bürokratisch sind. Es sei eine Farce, dass heute eine der wenigen in den letzten zehn Jahren auf Wiens Gemeindebauten installierten Solaranlagen als energiepolitische Großtat gefeiert wird, während die ÖVP schon jahrelang fordert, die Stadt Wien möge ihre Gemeindebauten verstärkt mit Solaranlagen ausstatten und ein Konzept hierfür vorgelegt hat.

"Diese Bilanz zeigt einmal mehr, dass die Regierungsbeteiligung der Grünen überhaupt nichts in Sachen Ökologisierung der Energieversorgung Wiens gebracht hat und es daher im Zeichen von 1 Jahr Fukushima höchste Zeit wäre, die notwendigen Schritte in diese Richtung zu setzen", sagten Karin Holdhaus und Roman Stiftner unisono.

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