ÖGJ: Einkommensschere entsteht bereits in der Lehrzeit

Forderung nach früher Berufsorientierung in Schulen

Wien (OTS/ÖGB) - "Von 300 möglichen Lehrberufen wählen Mädchen in der Regel immer nur die gleichen drei: Friseurin, Sekretärin oder Verkäuferin. Das sind 297 Chancen, die sie nicht nützen. Die Einkommensschere entsteht damit schon in der Lehrzeit. Schülerinnen müssen daher schon früh über ihre künftigen Arbeitsplatz- und Einkommenschancen aufgeklärt werden", fordert der Vorsitzende der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ), Jürgen Michlmayr, anlässlich des heutigen Internationalen Frauentags.

"Buben sind für technische Berufe nicht besser geeignet als Mädchen, den Schülerinnen muss nur mehr Mut für eine Ausbildung in der Technik und den Naturwissenschaften gemacht werden. Vor allem die Unternehmen sollten daran interessiert sein. Wenn die vielen weiblichen Potenziale genutzt würden, müssten sie nicht über den Fachkräftemangel jammern", sagt der ÖGJ-Vorsitzende.

Weil die Unternehmen aber freiwillig immer weniger ausbilden, hat die ÖGJ ein Modell entwickelt, wonach die Unternehmen ein Prozent der Bruttolohnsumme einzahlen müssen. Michlmayr: "Aus den zur Verfügung stehenden Mitteln kann dann nicht nur die Lehrstellenförderung, sondern auch die überbetriebliche Lehrausbildung sowie die Weiterqualifizierung von ArbeitnehmerInnen finanziert werden. Der Bund spart sich dadurch in den nächsten fünf Jahren 750 Millionen Euro."(kd)

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