Spindelegger: "Gleichberechtigung und Chancengleichheit ist Schlüssel für wirtschaftliches Wachstum"

Wien (OTS) - "Frauenrechte sind Menschenrechte, deren Schutz und Förderung Österreich verpflichtet ist. Die gleichberechtigte Teilhabe der Frauen an politischen und wirtschaftlichen Entscheidungsprozessen hat sich darüber hinaus auch als wesentlicher Schlüssel für die wirksame Bekämpfung von Armut und Hunger sowie für ein gesundes wirtschaftliches Wachstum und nachhaltige Entwicklung erwiesen", so Vizekanzler und Außenminister Michael Spindelegger anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März. "Unser Ziel muss es daher sein, auf die volle und gleichberechtigte Beteiligung der Frauen weltweit am politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Leben hinzuwirken. Die Anliegen der Frauen müssen die Anliegen der gesamten Gesellschaft sein."

Die österreichische Außen- und Entwicklungspolitik setzt hier Akzente und unterstützt die wichtige Arbeit der von Michelle Bachelet geleiteten UNO-Agentur für Frauenangelegenheiten (UN Women) unter anderem durch die Finanzierung eines Projekts zur Förderung der politischen Partizipation von Frauen im demokratischen Übergangsprozess in Ägypten. Im Zuge dieses Projekts werden Millionen von ägyptischen Frauen - darunter besonders Frauen am Land - erstmals mit Identitätsausweisen ausgestattet, die ihnen den Weg zu politischer Teilhabe, aber auch zu finanziellen Unterstützungsleistungen und wirtschaftlichen Förderungen eröffnen. "Wir müssen darauf drängen, dass die Demokratiebewegungen in der arabischen Welt Raum lassen für die gleichberechtigte und wirksame Beteiligung der Frauen. Der Aufbau einer gerechten und demokratischen Gesellschaft liegt im ureigensten Interesse der Länder der Region", so der Außenminister.

Spindelegger verwies auch auf den erst kürzlich neu überarbeiteten nationalen Aktionsplan in Österreich zur Umsetzung der Sicherheitsrats-Resolution 1325 zu Frauen, Frieden und Sicherheit. Wichtigste Ziele des neuen Aktionsplans sind die Stärkung der Teilhabe von Frauen am internationalen Konfliktmanagement, die Prävention von Gewalt gegen Frauen und die Erhöhung des Frauenanteils bei österreichischen Entsendungen zu internationalen Friedensoperationen sowie in internationale Organisationen.

"Auch in meinem Ministerium ist es mir ein Anliegen, das Potenzial der Frauen voll zu nützen und sie bestmöglich zu fördern. Mit Dezember 2011 waren rund 48 % meiner Mitarbeiter weiblich. An den Spitzen der Austrian Development Agency und des Österreich-Instituts stehen weibliche Führungskräfte. Ich unterstütze diesen Trend zu einer völligen Gleichstellung und hoffe, dass er sich weiter fortsetzt", so Spindelegger abschließend.

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