Schwentner/Musiol: Arbeitsbedingungen in Teilzeit verbessern

Grüne wollen Diskriminierung von Frauen in Teilzeit stärker sanktionieren

Wien (OTS) - "Teilzeit einfach nur schlecht zu reden, wie Frauenministerin Heinisch-Hosek das tut, hilft den Frauen keinen Schritt weiter. Die Politik muss die Arbeitsbedingungen in der Teilzeit verbessern. Wir brauchen härtere Sanktionen für Unternehmen, die Frauen in Teilzeit einen geringeren Stundenlohn bezahlen als ihren Vollzeitkräften. Hier muss das Gleichbehandlungsgesetz nachgeschärft werden", fordert Judith Schwentner, Frauensprecherin der Grünen, in Reaktion auf die Präsentation des Frauenbarometers von Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek. "Teilzeitjobs müssen bestimmten Qualitätskriterien entsprechen. Und auch Führungsjobs sind in Teilzeit möglich. Was spricht dagegen einen 60-Stunden Führungsjob auf zwei 30-Stundenkräfte aufzuteilen? Hier fehlt den Unternehmen leider noch der Mut zu innovativen Arbeitszeitmodellen."

"Frauenministerin Heinisch-Hosek sollte nicht Frauen vor Teilzeit warnen, sondern die Unternehmen über Kriterien für gute Teilzeitarbeitsplätze informieren. Teilzeit darf nicht zur Arbeit zweiter Wahl werden. Wir brauchen mehr Rechte für einen Wechsel von Teilzeit hin zu Vollzeit", so Schwentner. Denn Teilzeit mache nur in bestimmten Lebensphasen Sinn. Auf lange Sicht sei Teilzeit keine Alternative zur Vollzeitarbeit.
"Die Umfrage der Ministerin bringt keine Neuigkeiten zutage", sagt Daniela Musiol, Familiensprecherin der Grünen. "Darauf, dass über die Hälfte der Frauen aufgrund fehlender Kinderbetreuungsplätze Teilzeitarbeit nachgehen muss und damit, wie aus der Umfrage hervorgeht, unzufrieden sind, verweisen die Grünen seit Jahren. Die Ministerin muss endlich konkrete Maßnahmen setzen statt bekannte Missstände abzufragen."

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