"Kulturmontag" am 5. März: Lukas Resetarits' neues Soloprogramm, Autor Saehrendt live im Studio und "Wunder"-Ausstellung in Krems

"art.genossen": Petros Markaris präsentiert "Mein Athen"

Wien (OTS) - Clarissa Stadler führt am Montag, dem 5. März 2012, ab 22.30 Uhr in ORF 2 durch den "Kulturmontag" und präsentiert diesmal einen Beitrag zum neuen Kabarettprogramm von Lukas Resetarits, begrüßt Autor Christian Saehrendt live im Studio und stellt die "Wunder"-Ausstellung in der Kunsthalle Krems vor. Die "art.genossen" reisen mit Petros Markaris nach Athen und im "art.film" steht um 0.00 Uhr die Komödie "Lars und die Frauen" mit Ryan Gosling als ORF-Premiere auf dem Programm von ORF 2.

Unruhe-Stand: Neues Kabarett-Solo von Lukas Resetarits. Bald 65 und kein bisschen leise

Gelassenheit - eine vielzitierte Gnade des Alters - wurde ihm noch nicht zuteil. Lukas Resetarits spürt sie noch, die Unruhe des Herzens, die Wut im Bauch. Mit den Jahren werde er immer nervöser, sagte er jüngst einer Stadtzeitung. Vor allem soziale Ungerechtigkeit wirke sich schlecht auf sein Nervenkostüm aus. Auch die Pension, die ihm ab Mitte Oktober ausgezahlt wird, ist da kein Ruhekissen. Tatsächlich: Lukas Resetarits wird heuer 65, geht aber keinesfalls in den Ruhestand, sondern in den "Un Ruhe Stand". So heißt sein neues -das 24. - Kabarettprogramm, und darin geht es - wie immer bei Resetarits - um alles: um Leben und Tod, Arm und Reich, Alt und Jung, Politik und Korruption. Da Lukas Resetarits soziales Sendungsbewusstsein hat, will er auch junge Menschen erreichen. Das neue Programm ist in Zusammenarbeit mit seiner Tochter Kathrin Resetarits entstanden. Der "Kulturmontag" stellt das neue Soloprogramm vor und bittet den Kabarettstar zum Interview.

Fett-Näpfchen: Die Geschichte der Peinlichkeit. Autor Christian Saehrendt live im Studio

Sie kennen keinen Genierer: die Exminister, die Doktorarbeiten plagiiert haben oder mit Geldköfferchen für die Schwiegermutter durch Europa reisten. Schamlos zeigten sich auch der Expremier mit seinen Bunga-Bunga-Partys oder der gefallene Chef des Internationalen Währungsfonds nach seiner Zimmermädchen-Affäre. Ist denen gar nichts peinlich - den C-Promis, die sich fürs Privat-TV beim Verzehr von Insekten und beim Verrichten ihrer Notdurft filmen lassen? Gefühle der Peinlichkeit scheinen weder die Mächtigen und Superreichen besonders zu plagen noch Angehörige der Unterschicht. Die Angst vor Blamage ist ein Problem der Mittelschicht - dies ist zumindest die These des Autors und Kunsthistorikers Christian Saehrendt. Der Mittelstand könne sich Fettnäpfchen schlicht nicht leisten, zumal in unserer moralisierenden Zeit, die permanent Verantwortungsbewusstsein einfordert: Nachhaltig lebe der Mensch, ökologisch bewusst und politisch korrekt. Imagepflege ist längst nicht mehr Sache großer Konzerne, sondern individuelle Pflicht. In seinem Buch "Blamage" arbeitet Saehrendt die Geschichte der Peinlichkeit auf. Der "Kulturmontag" über Fehltritte, Fettnäpfchen und Fremdschämen. Christian Saehrendt ist live zu Gast im "Kulturmontag".

Pracht-Schau: Die Wunder von Krems. Über den Glauben an das Unbegreifliche

Viele Griechen erwarten sich gar keines mehr, glaubt man dem Boulevard, dann betet die holländische Königsfamilie um eines - und wenn einem ein blaues angedroht wird, sollte man gewappnet sein. Die Rede ist von Wundern, jenen mythisch aufgeladenen Ereignissen, die sich rational nicht erklären lassen und gerade in Krisenzeiten boomen - also auch in unserer scheinbar so abgeklärten und durchrationalisierten Welt. Schlicht mit "Wunder" betitelt ist eine Schau in der Kunst Halle Krems, die sich dem Grenzen sprengenden Begriff vielschichtig über Kunst, Wissenschaft und Religion annähert. Aufgeräumt wird mit dem Aberglauben, nur der grenzenlos naive oder tief religiöse Mensch würde an Wunder glauben. Unbestritten scheint, dass Wunderglaube der Seele guttut, denn wie heißt es in der Bibel:
"Selig sind, die nicht sehen und doch glauben." Der "Kulturmontag" berichtet über die Schau mit mehr als 50 aktuellen künstlerischen Positionen und zahlreichen historischen Exponaten und fragt nach, was es auf sich hat: mit Weltwundern, Wunderkindern, Wundertüten - oder Wonderbras.

"art.genossen: Petros Markaris - Mein Athen" um 0.00 Uhr

Der populärste Gegenwartsautor Griechenlands, Petros Markaris -bekannt ist er vor allem durch seine Bestsellerkrimis rund um den charismatischen Athener Kommissar Kostas Charitos -, führt durch seine Heimatstadt Athen und analysiert die gegenwärtige Krise seines Landes.

Der "Kulturmontag" steht als zeitnahe Servicewiederholung jeweils am Dienstag im Hauptabend auf dem Programm von ORF III und ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar.

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