AKNÖ: Fast 56.000 NiederösterreicherInnen suchen Arbeit

Haneder: Einzelmaßnahmen im Sparpaket überdenken, um Konjunktur nicht abzuwürgen

Wien (OTS/AKNÖ) - Fast 56.000 NiederösterreicherInnen suchten im Februar Arbeit, um 5,6 Prozent mehr als im Februar 2011. Das geht aus den jüngsten AMS-Daten hervor. Dazu kommen 10.600 NiederösterreicherInnen in Schulungen des AMS. Der Anstieg bei der Arbeitslosigkeit ist für AKNÖ-Präsident Hermann Haneder Besorgnis erregend. Die Konjunktur dürfe nicht zusätzlich abgewürgt werden.

Der kalte Februar mag die Hauptursache dafür sein, dass es um 5,6 Prozent mehr Arbeitslose in Niederösterreich gibt als vor einem Jahr. Vor allem im Baubereich und einigen Zulieferbranchen ist die Arbeitslosigkeit gestiegen. "Allerdings hat auch die Konjunktur insgesamt nachgelassen", kommentiert AKNÖ-Arbeitsmarktexperte Jürgen Figerl. "Auch für die nächste Zeit ist nur ein geringes Wirtschaftswachstum zu erwarten."

Besorgnis erregend ist aus Sicht von AKNÖ-Präsident Hermann Haneder, dass die Arbeitslosigkeit vor allem bei ArbeitnehmerInnen über 50 und bei AusländerInnen gestiegen ist. "Gleichzeitig gibt es ein paar Lichtblicke", sagt der AKNÖ-Präsident: "Die Jugendarbeitslosigkeit ist gesunken und es gibt mehr Einstellungszusagen." Am Lehrstellenmarkt würden Maßnahmen wie die überbetriebliche Ausbildung greifen. "Jetzt muss die Politik sicherstellen, dass das geplante Sparpaket die Konjunktur nicht zusätzlich abwürgt." Das würde die negativen Tendenzen verstärken. "Jede einzelne Maßnahme muss darauf geprüft werden, welchen Einfluss sie auf den Arbeitsmarkt hat, um so wenige Arbeitsplätze wie möglich zu gefährden."

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