Schwentner: Wo bleibt die Quote für ChefInnenetagen?

Grüne fordern gesetzliche Geschlechterquoten in Vorständen und Aufsichtsräten

Wien (OTS) - "Der geringe Frauenanteil in den ChefInnen-Etagen dieses Landes ist der Untätigkeit der Politik geschuldet. Es ist zu wenig, wenn Frauenministerin Heinisch-Hosek ihre eigene Untätigkeit bedauert. Denn nur eine gesetzliche Geschlechterquote von mindestens 40 Prozent stellt sicher, dass Unternehmen die besten Frauen und den Männern in Aufsichtsrat und Vorstand sitzen haben, " stellt Judith Schwentner, Frauensprecherin der Grünen, in Reaktion auf den heute von der Arbeiterkammer veröffentlichten Frauen.Management.Report 2012 fest.

Mit einem Frauenanteil von 5,1 Prozent in den Vorständen und 11,2 Prozent in den Aufsichtsräten der Top-200 Unternehmen in Österreich gehören wir EU-weit zu den Schlusslichtern. Während immer mehr europäische Länder Geschlechterquoten einführen, schiebt die österreichische Regierung diesen notwendigen Schritt immer noch auf die lange Bank.

"Wenn österreichische Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit gefährden, weil sie bei der Besetzung von Führungspositionen reflexartig auf Männerseilschaften zurückgreifen, dann muss die Politik hier Rahmenbedingungen vorgeben. Denn Versorgungsposten für gut vernetzte Männer können wir uns nicht leisten. Quoten hingegen zwingen Unternehmen dazu, nach den besten Köpfen zu suchen", so Judith Schwentner.

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