Leitl fordert gezielte Impulse, um Europa wieder auf den Wachstumspfad zu führen

Die Schaffung der richtigen Rahmenbedingungen für Unternehmen in der EU ist unerlässlich und die Voraussetzung für eine nachhaltige Wirtschaftserholung

Wien (OTS/PWK146) - "Die Tatsache, dass Europas Exportanteil am Welthandel in den letzten 5 Jahren von 37,9 auf 33,8% gesunken ist, zeigt deutlich, dass die gesamte EU neue Wachstumsimpulse und Strukturreformen braucht, um Europas Wettbewerbsfähigkeit in der Welt wieder zu stärken: Mehr denn je ist es jetzt wichtig, anstatt auf reine Budgetkürzungen zur Haushaltskonsolidierung auf Strukturreformen und zielgerichtete Investitionen in Wachstumsbereiche zu setzen", betonte Christoph Leitl, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), im Vorfeld des Gipfeltreffens der EU-Staats- und Regierungschefs in Brüssel. In den vergangenen Tagen gab es bereits Initiativen mehrerer EU-Mitgliedstaaten und der EU-Kommission, den Fokus des Gipfels am 1. und 2. März noch stärker auf das Thema Wachstum und vor allem auf konkrete Maßnahmen zu dessen Ankurbelung zu legen.

"Wir werden die Krise nur dann erfolgreich und nachhaltig bewältigen, wenn wir Europa mit gezielten Impulsen wieder auf den Wachstumspfad zurückführen. Dies erfordert einen gemeinsamen Kraftakt, Solidarität und Ausdauer von allen Mitgliedstaaten. Es geht nicht nur um Griechenland, sondern es geht um Europa und die Stabilität in der Welt", so Leitl.

Die Schaffung der richtigen Rahmenbedingungen für Unternehmen in der EU ist unerlässlich und die Voraussetzung für eine nachhaltige Wirtschaftserholung. Schrauben, an denen man drehen muss, sind:

  • Stärkung des Binnenmarkts: die vollständige und wirtschaftsfreundliche Umsetzung bestehender Binnenmarktregelungen bringt neue Wachstumschancen und soll gegenüber der Schaffung neuer Regelungen Vorrang haben.
  • Investitionen in Aus- und Weiterbildung, vor allem als Rezept zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit in Europa. Länder wie Österreich und Deutschland mit einem dualen Ausbildungssystem weisen die geringsten Jugendarbeitslosigkeitsraten in Europa auf.
  • KMU-Zugang zu Finanzierung: KMU haben die Krise nicht ausgelöst -ein ausreichender Kreditzugang für KMU muss trotz strenger Finanzmarktregeln gewährleistet sein. Die Schaffung eines zentralen EU-Garantiefonds, der Rückgarantien an nationale Förderstellen vergibt, würde die KMU-Finanzierung erleichtern.
  • Weniger Verwaltungslasten für KMU und Beseitigung ausufernder bürokratischer Regelungen, aber keine generelle Ausnahme von KMU und Mikrounternehmen von EU-Regelungen - dies würde deren Teilnahme am Binnenmarkt erschweren und wäre zum Nachteil von KMU
  • Förderung von Forschung und Innovation durch verbesserte Finanzierungsbedingungen für innovationsaktive Unternehmen, damit wissenschaftliche Ergebnisse auch wirtschaftlich umgesetzt werden können.

"Das unternehmerische Engagement muss gestärkt, Systemreformen vorangetrieben und das Wachstum angekurbelt werden", so Leitl abschließend. (FA)

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