ÖAAB Wien zu Arbeitsmarktdaten Februar: Kein Grund zur Freude

In Attraktivität des Wirtschaftsstandortes investieren

Wien (OTS) - "Bei den Arbeitsmarktdaten dieses Monats zeichnet
sich zwar ein positiver Trend ab, Grund zur Freude ist das aber noch lange nicht", so Gabriele Tamandl, designierte Landesobfrau des Wiener ÖAAB.

Die Wiener Stadtregierung solle ja nicht den Fehler machen, sich jetzt auf diesen vermeintliche Lorbeeren auszuruhen: "Nur weil die Arbeitslosigkeit in Gesamtösterreich noch höher ist, als in Wien, heißt das nicht, dass Wien gut da steht", so Tamandl weiter. Gerade die Standortpolitik Wiens sei in den vergangenen Jahren alles andere als erfolgreich gewesen. "Die Gebührenerhöhungen treffen auch die Unternehmen und sind ein weiterer Grund für Unternehmen, sich im Umland anzusiedeln", stellt Tamandl fest. Gerade die Erhöhung der Parkgebühren sei ein weiterer Schritt, der Klein- und Mittelunternehmen, die von Laufkundschaft leben, hart treffe: "Viele Wienerinnen und Wiener werden es sich jetzt überlegen, ob sie einen teuren Parkschein legen, um einkaufen zu gehen. Die meisten werden wohl ihre Erledigungen in den großen Einkaufcentern erledigen, wo das Parken gratis ist", warnt Tamandl.

Außerdem hätten schon mehrere Betriebe angekündigt, abzusiedeln, sollte das Parkpickerl eingeführt werden: "Unternehmen brauchen Firmenautos. Es ist utopisch zu glauben, ein Unternehmen könnte seine Erledigungen per Fahrrad oder Straßenbahn erledigen. Wie kommen diese Unternehmerinnen und Unternehmer dazu, ein weiteres Mal in die Tasche greifen zu müssen für Parkpickerl und Parkgebühren?", gibt Tamandl zu bedenken.

"Die Klein- und Mittelbetriebe sind der größte Arbeitgeber in Österreich. Die rot-grüne Stadtregierung sollte es sich gut überlegen, ob sie diese Arbeitsplätze ernsthaft aufs Spiel setzen will, um grünen Träumereien Raum zu bieten!"

"Es ist ein Armutszeugnis, dass eine Stadt mit der geographischen Lage und wirtschaftlichen Ausgangssituation jeden Monat wieder die meisten Arbeitslosen hat. Wien muss sich mehr anstrengen, um Arbeitsplätze in Wien zu schaffen!", so Tamandl abschließend.

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